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Aus der Stadt Stadt will riesiges Industrieareal in Ricklingen kaufen
Hannover Aus der Stadt Stadt will riesiges Industrieareal in Ricklingen kaufen
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00:15 29.10.2016
Von Conrad von Meding
Stadt kauft Areal südlich des Fischerhofs. Quelle: HAZ/Google
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Hannover

Eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) ist unterschrieben. Die städtische Tochtergesellschaft Union-Boden prüft jetzt technische und juristische Fragen. Dabei dürfte es vor allem auch um Altlastenprobleme gehen: Auf dem Areal ist seit Jahrzehnten eine Aluminiumproduktion beheimatet. Großmieter sind auch das Staatstheater mit seinem Depot und der Probebühne, außerdem sind zahlreiche Bandübungsräume und Kleinfirmen dort ansässig.

Grundstückseigentümer ist der norwegische Aluminium- und Stromerzeuger Norsk Hydro. Der musste jetzt in seinen Büchern den Wert des Grundstücks korrigieren - um die beträchtliche Summe von 15,6 Millionen Euro. Das sagt über den angepeilten Kaufpreis des Grundstücks zwar nichts aus, deutet aber darauf hin, dass sich für die Fläche für den ursprünglich kalkulierten Preis kein Käufer gefunden hat.

Union-Boden-Geschäftsführer Karsten Klaus bestätigte gegenüber der HAZ das „grundsätzliche Interesse“ an dem Grundstück. „Hannover wächst. Wir brauchen aber nicht nur Wohnhäuser und Büroimmobilien, sondern auch Flächen, auf denen sich junges Gewerbe ansiedeln kann, von dem Lärm ausgeht - etwa für Produktionsbetriebe“, sagt Klaus. Die Union-Boden betreibt alle städtischen Parkhäuser und mehrere Kitas, aber auch mehrere kleine Firmenparks in Hannover.

Das Gelände am Bahnhof Fischerhof ist fast rechteckig, nur das denkmalgeschützte Telefunken-Gebäude am Kreisel gehört nicht dazu. Größter Einzelmieter auf dem Industrieareal ist Alcoa, ein Aluminiumbetrieb, der unter anderem besonders leichte Komponenten für Flugzeugtragflächen und andere Bauteile herstellt. An den Mietverträgen solle sich nichts ändern, sagt Klaus: „Wir wollen die bestehenden Firmen behalten und Entwicklungsmöglichkeiten für neue schaffen.“

Der Vorvertrag sieht zunächst monatelange Prüfungen von Verträgen, Bausubstanz und Altlasten vor, danach wird wahrscheinlich noch einmal über den Preis verhandelt. „Wenn alles ohne Probleme verläuft, könnte es zum Ende des ersten Quartals 2017 zum Vertragsabschluss kommen“, sagt Klaus.

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