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Kommt jetzt der Hannover-Audioguide fürs Fahrrad?

StadtRadTour digital Kommt jetzt der Hannover-Audioguide fürs Fahrrad?

Das Bürgerbüro Stadtentwicklung will 15 Fahrradtouren durch Hannover mit einem digitalen Audioguide versehen und jedermann jederzeit zur Verfügung stellen. Doch noch fehlt es an Geld. Die Antwort soll Crowdfunding sein.

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StadtRadTouren für alle: Das ist die Idee des Bürgerbüros Stadtentwicklung.

Quelle: dpa/Julia Moras

Hannover. Eine Radtour durch Hannover mit einer Art Audioguide wie im Museum - das will ein Kreis von Ehrenamtlichen aus dem Bürgerbüro Stadtentwicklung anbieten. Und nicht nur eine: 15 sogenannte StadtRadTouren sollen digital aufbereitet und Radlern die entsprechenden Hördateien zur Verfügung gestellt werden. Wenn alles klappt, will das Team zu 120 hannoverschen Standorten kostenlos Informationen veröffentlichen; die drei bis fünf Minuten langen Beiträge kann man sich dann am heimischen PC ebenso anhören wie unterwegs an Smartphone oder Tablet. In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel stellte Vorstandsmitglied Wolfgang Prauser, früherer langjähriger Mitarbeiter der Stadtverwaltung, das Projekt vor.

Erste Tour ist fertig

Stadtradeln startet

Die Region Hannover nimmt auch in diesem Jahr am bundesweiten Wettbewerb Stadtradeln teil. Veranstalter ist das europäische Städtenetzwerk Klimabündnis, das wie auch die Region selbst den Radverkehr fördern will. Die Idee: Vereine, Betriebe, Schulen oder Freundeskreise bilden Teams mit nach oben offener Mitgliederzahl, registrieren sich im Internet auf der Seite www.stadtradeln.de und tragen dort ihre im Aktionszeitraum vom 28. Mai bis zum 17. Juni gefahrenen Kilometer ein. Im vergangenen Jahr haben das in Hannover und dem Umland knapp 9000 Radler getan und zusammen 1,468 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das brachte der Region den ersten Platz.

Am Sonntag, 28. Mai, bildet eine Fahrradsternfahrt aus den Städten und Gemeinden der Region mit Ziel Georgsplatz in Hannover den Auftakt zum Wettbewerb. Auf dem Opernplatz beginnt um 12.30 Uhr ein Fahrradfest mit Musik, Talk und Infoständen.

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Die 15 Radtouren tragen Namen wie „Platz auf den Gleisen“ (wo die Bahn Flächen frei räumt und was Hannover daraus macht), „Ist hoch hinaus von Übel?“ (Wohnhochhäuser in der öffentlichen Meinung) oder „Döhren wird euch betören“ (vom Reiz städtischen Lebens vor der Stadt). Sie basieren auf themenorientierten Rundfahrten, die der Bauhistoriker Sid Auffarth seit rund 20 Jahren anbietet. Weil an den im Schnitt vier Stunden langen Führungen stets nur eine begrenzte Zahl von Radlern teilnehmen konnte, das Interesse aber meist übermäßig groß war, will das Bürgerbüro sein Wissen nun mit jedermann teilen. Und so werden seit Anfang 2015 alle „StadtRadTouren“ per Mikrofon aufgezeichnet. Nicht unerheblich ist die Folgearbeit, die die Organisatoren nun vor sich haben: Alle Rohaufnahmen müssen professionell bearbeitet und geschnitten werden, bevor die 120 Hörstationen auf einer Karte verortet und abgerufen werden können.

Wie Prauser erläuterte, habe das Bürgerbüro eine erste Mustertour fertiggestellt, bis November sollen die übrigen 14 Touren veröffentlicht werden. Die Finanzierung ist nicht einfach. 400 Euro kostet die Aufbereitung einer Hörstation, das ergibt in der Summe von 120 Standorten 48 000 Euro - von denen noch 44 800 Euro fehlen. Die Rechnung des Vereins, die bis Juli aufgehen soll, sieht so aus: 13 200 Euro Zuschüsse erhofft man sich von den Bezirksräten (Linden-Limmer beispielsweise hat bereits 1800 Euro zugesagt, Vahrenwald-List 1500 Euro), aus einem Innovationsfonds sollen 9600 Euro kommen, und 22 000 Euro möchten die Organisatoren mittels einer Crowdfunding-Kampagne sowie Patenschaften von Privatleuten und Firmen einsammeln. Wer als privater Pate 200 Euro oder als gewerblicher Pate 500 Euro beisteuert, wird an der ausgewählten Station als Unterstützer genannt.

CDU-Bezirksratsfrau Stefanie Matz bezeichnete das Finanzierungsmodell als „ambitioniert“. Andere Politiker aus Döhren-Wülfel wollten wissen, ob das Bürgerbüro schon Kontakte zur Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft aufgenommen habe. Dies sei bereits geplant, so Prauser: „Doch wendet sich unser Angebot nicht vorrangig an Touristen, sondern an Hannoveraner, die tiefer in die Geschichte und Bauhistorie ihrer Heimatstadt eintauchen wollen.“

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