Nach einem schweren Unfall am Montag hatte das Wrack einer Stadtbahn die Gleise blockiert, der Schienenverkehr zwischen Leinhausen und Garbsen stand tagelang still. Pünktlich zum Betriebsbeginn war am Donnerstag von 4.16 Uhr an wieder Bewegung auf der Strecke, die Stadtbahnen der Linie 4 pendelten wie gewohnt zwischen dem Roderbruch und dem Wendekreis in Garbsen.
Zur gleichen Zeit aber rollte in deutlich langsameren Tempo schließlich auch der Tieflader mit der schwer beschädigten Bahn an Bord von der Unfallstelle in Stöcken in Richtung Betriebshof. Nachdem es der Üstra zunächst nicht gelungen war, kurzerhand ein geeignetes Spezialfahrzeug für die tonnenschwere Fracht aufzutreiben, kam es in der Nacht zu Donnerstag zu weiteren Verzögerungen. Bis zum frühen Morgen bereiteten Üstra-Mitarbeiter einen aus Hamburg eingetroffenen Schwertransporter auf den Einsatz vor, montierten unter anderem Schienen auf die Ladefläche. Mit Hilfe einer Seilwinde wurde die Bahn in der Nacht auf den Tieflader gezogen. Gegen fünf Uhr morgens erreichte der Transport die Werkstatt in Leinhausen. Dort soll die Stadtbahn in den kommenden Wochen genau untersucht werden. Noch ist offen, ob sich das Fahrzeug nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw überhaupt wieder reparieren lässt. „Es ist gut möglich, dass die Statik einfach hin ist“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek.
HAZ.de Anmeldung
10