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Menschliches Versagen führte zu Kollision

Stadtbahn-Unfall auf der Podbi Menschliches Versagen führte zu Kollision

Zwei Stadtbahnen waren am 2. September zusammengestoßen. Sie kollidierten auf der Podbielskistraße nahe der Haltestelle Noltemeyerbrücke. Nun scheint die Unfallursache geklärt: Die Üstra geht von menschlichem Versagen aus.

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Bei dem Unfall an der Noltemeyerbrücke geht die Üstra von menschlichem Versagen aus.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Nach ihrer Untersuchung geht die Üstra davon aus, dass menschliches Versagen die Ursache für den Stadtbahnunfall am 2. September war. Gegen 13.30 Uhr waren am Gehaplatz in Groß-Buchholz zwei Züge der Linie 3 frontal zusammengestoßen, als die stadtauswärts fahrende Bahn fälschlicherweise kurz hinter der Noltemeyerbrücke nach links in die Sutelstraße abbog. Bei dem Aufprall wurden neben dem Fahrer einer Bahn auch sechs der etwa 100 Fahrgäste leicht verletzt. „Wir gehen davon aus, dass der Fahrer nicht bemerkt hatte, dass die Weiche falsch gestellt war“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek.

Zwei Stadtbahnen sind am Dienstagmittag zusammengestoßen. Sechs Fahrgäste und einer der Stadtbahnfahrer wurden leicht verletzt.

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Der auf etwa 250.000 Euro geschätzte Schaden führte dazu, dass sich der Bund der Steuerzahler an die Verkehrsbetriebe richtete. Einer der Mitarbeiter des Vereins hatte zwei Tage vor dem Unfall beobachtet, wie eine Üstra-Fahrerin die Weiche an der Noltemeyerbrücke mechanisch umstellte. „Uns interessiert, ob die Weiche defekt war und die Üstra davon wusste“, sagt Haushaltsreferent Gerhard Lippert. Zudem wollte der Bund wissen, ob eine Versicherung für den Schaden aufkommt, oder die Üstra, die als kommunales Unternehmen mit öffentlichem Geld mitfinanziert wird, selbst die Kosten für den Unfall trägt.

„Natürlich zahlen wir den Schaden selbst“, sagte Iwannek. „Für Eigenschäden kommen wir immer selbst auf, da sich eine Vollkaskoversicherung nicht rechnen würde.“ Auch die Vermutung des Steuerzahlerbundes, die Weiche sei schon zwei Tage vor dem Unfall defekt gewesen, kann Iwannek entkräften: „Die Weichen schalten sich um, nachdem sie ein Funksignal von der Stadtbahn registriert haben.“ Bei den vielen technischen Geräten, die jeden Tag in der ganzen Stadt im Einsatz sind, sei es immer mal wieder möglich, dass die Übertragung gestört werde. „Gewöhnlich merkt das der Fahrer und stellt die Weiche dann von Hand um“, so Iwannek. „In diesem Fall ist das aber versäumt worden.“

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