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Stadtbücherei Hannover verzeichnet Rekordergebnis

Ausleihzahlen Stadtbücherei Hannover verzeichnet Rekordergebnis

Mit rund 4,27 Millionen Ausleihen und 1,55 Millionen Besuchen legt die Stadtbibliothek das beste Ergebnis seit ihres Bestehens vor. Einen Grund für den großen Zuspruch sieht Leiterin Carola Schelle-Wolff auch in den erfolgreichen Veranstaltungen zum 575. Geburtstag der Bücherei im vergangenen Jahr.

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Mit Leibniz: Carola Schelle-Wolff präsentiert eine Erstausgabe, die im Besitz der Stadtbücherei ist.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Grund zum Feiern gab es für die Stadtbibliothek anlässlich ihres 575-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr ohnehin. Nun stellt sich heraus, dass das Jubiläumsjahr 2015 noch mehr gute Nachrichten mit sich gebracht hat: Nie zuvor konnte die Bücherei eine erfolgreichere Bilanz vorlegen. Rund 4,27 Millionen Ausleihen von Büchern und anderen Medien verzeichneten das Haupthaus in der Hildesheimer Straße und die 16 Stadtteilbüchereien - eine Steigerung um rund 5 Prozent. "Das ist sehr bemerkenswert", sagt Bibliotheksleiterin Carola Schelle-Wolff.

Die Zahl der Besuche erreichte mit 1,55 Millionen ebenfalls einen Rekordwert. Was Schelle-Wolff besonders freut: Mit 13.700 Neuanmeldungen, ein Plus von 8 Prozent, interessieren sich viele neue Nutzer für die Stadtbücherei. Die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr hätten sicher dazu beigetragen, dass die Bibliothek 2015 die meistbesuchte hannoversche Kultureinrichtung war, erklärt Schelle-Wolff. Unabhängig davon habe sich diese aber zu einem immer beliebteren Lern- und Aufenthaltsort entwickelt.

Eine besonders große Gruppe, die nach Lesestoff sucht, sind Kinder und Jugendliche: Fast die Hälfte der Nutzer ist jünger als 20 Jahre. Mit gezielten Angeboten zur Leseförderung, für Kita-Gruppen oder Schulklassen gelinge es offenbar, immer mehr junge Leser zu gewinnen, sagt Schelle-Wolff. Das spiegelt sich auch in den entliehenen Bücher wieder: Die fünf Top-Titel des vergangenen Jahres sind Kinderbücher - darunter gleich drei Bände aus Jeff Kinneys Bestseller-Reihe "Gregs Tagebuch". Dass Kinder und Jugendliche die Bücherei kostenfrei nutzen können, mag auch eine Erklärung für den starken Zuspruch sein.

Auf eine andere Nutzergruppe, sagt Schelle-Wolff, müsse sich die Bibliothek künftig verstärkt einstellen: Immer mehr Flüchtlinge nehmen das Angebot wahr. "Sie nutzen unsere Räume als Rückzugsmöglichkeit und Ruhezone." Das Büchereiteam habe Kontakt zu den Flüchtlingsnetzwerken aufgebaut. Seit diesem Winter bietet der Verein der Freunde der Stadtbibliothek einen Gesprächskreis für Migranten an. Der steigende Bedarf nach Materialien zum Erlernen der deutschen Sprache zeigt sich in der Ausleihstatistik: Der im Haupthaus in der Hildesheimer Straße im vergangenen Jahr am meisten gefragte Titel war das "Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik".

Ein Blick auf die Zahlen sagt auch etwas darüber aus, welchen Stellenwert gedruckte Medien bei den Nutzern (noch) haben: 57 Prozent der Titel, die entliehen wurden, sind Bücher, dazu kommen audiovisuelle Medien (25 Prozent), Hörbücher (14 Prozent) und E-Books (4 Prozent). Grundsätzlich sieht Schelle-Wolff einen "Trend zu elektronischen Medien - auch wenn das Buch immer wichtig bleiben wird". Um sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen und neue Konzepte zu entwerfen, haben sie und ihre Kollegen interne Arbeitsgruppen gegründet. Und sie kündigt an: "Erste Vorschläge wollen wir Ende dieses Jahres öffentlich diskutieren."

"Stadtbibliothek aufgeschlossen": Die Veranstaltungsreihe, die im Jubiläumsjahr begonnen hat, wird fortgesetzt. An jedem ersten Montag im Monat zeigt die Bücherei einen ihrer "Schätze". Am 6. Juni ist es, passend zum Leibniz-Jahr, die Erstausgabe einer 1707-1711 veröffentlichten Quellensammlung zur welfischen Geschichte, die der Gelehrte zusammengetragen hat.

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