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Stadtmobil holt Stromer nach Hannover

Carsharing-Anbieter kooperiert mit Gundlach Stadtmobil holt Stromer nach Hannover

Kunden des Carsharing-Anbieters Stadtmobil in Hannover können im kommenden Jahr Elektroautos nutzen. Ende Januar erhält das Unternehmen Fahrzeuge vom Typ Nissan Leaf, einem fünfsitzigen Kompaktwagen.

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Die Nissan Leaf sind schon mit den passenden Logos und Schriftzügen versehen.

Quelle: Stadtmobil

Kooperationspartner ist das Wohnungsunternehmen Gundlach. „Wir erwarten von dem Projekt Werbe- und Multiplikatoreneffekte“, sagt Judith Siano, Sprecherin von Stadtmobil. Finanziell unterstützt wird das Angebot vom sogenannten „Schaufenster Elektromobilität“, mit dem das Bundesumweltministerium Initiativen in diesem Bereich fördert.

Stadtmobil wird im kommenden Jahr zunächst 21 Elektroautos in seiner insgesamt fast 150 Fahrzeuge umfassenden Flotte haben, neun weitere sollen dann bis zum Sommer hinzukommen. Der größere Teil davon wird allerdings ausschließlich von Unternehmen und Behörden wie der Region und der Stadt Hannover genutzt. Privatkunden können bisher in Hannover keine Elektroautos buchen – auch deshalb nicht, weil die Volkswagen-Tochter Quicar als Mitbewerber diese Fahrzeuge noch nicht anbietet.

Dank der Zusammenarbeit mit Gundlach wird sich das bei Stadtmobil ändern. Das Wohnungsunternehmen nutzt insgesamt zwölf Nissan Leafs. Zehn davon wird es auf Stellplätzen an seinen Mietwohnanlagen in Ahlem, Döhren, am Kronsberg, in der Oststadt, im Roderbruch, in Vahrenwald und Wettbergen sowie in Laatzen und Langenhagen bereitstellen.

„Die Autos sind bei uns für alle rund 5000 Mitglieder buchbar, allerdings muss man sich den Zugang vorher freischalten lassen“, sagt Siano. Die Freischaltung hat den Zweck, Interessenten mit den Spezialitäten der Elektrofahrzeuge vertraut zu machen – etwa den Ladevorgang an der Stromtankstelle und der Reichweite.

Die Zusammenarbeit mit Gundlach enthebt Stadtmobil von der Problematik, eigene Stellplätze für die Autos suchen zu müssen. „Parkplätze im Stadtgebiet sind ohnehin knapp. Viele sind auch gar nicht geeignet, um eine Ladestation aufzubauen“, sagt Siano. Muss zum Beispiel extra ein Stromanschluss gelegt werden, kann das schnell 5000 Euro kosten.

E-Mobilität genießt hohe Wertschätzung bei Verwaltung und Politik in Stadt und Region, weil sie einen wichtigen Baustein für die Klimaschutzprogramme darstellt. Bisher sind die Deutschen aber sehr zurückhaltend, die Zahl der im Bundesgebiet zugelassenen Stromer liegt noch unter zehntausend. Stadtmobil bietet den Nissan Leaf mit seinen 109 PS und einer Reichweite von 150 Kilometern für Kosten von 2,10 Euro pro Stunde (wahlweise 21 Euro pro Tag oder 105 Euro pro Woche) plus 10 Cent pro gefahrenen Kilometer an. Das gesamte, zunächst bis Ende 2015 laufende E-Auto-Projekt, wird von der technischen Universität Dresden wissenschaftlich und von der Beratungsgesellschaft EY wirtschaftlich begleitet.

Quicar erhält E-Up später

Der zweite Carsharing-Anbieter in Hannover, die Volkswagen-Tochter Quicar, wollte seine Flotte eigentlich Anfang 2014 mit Fahrzeugen vom Typ VW E-Up bestücken. Das verzögert sich aber nun voraussichtlich bis in die zweite Jahreshälfte. „Wir sind abhängig davon, wann Volkswagen die Fahrzeuge ausliefert“, sagt Quicar-Sprecher Gregor Fassbender-Menzel. Die Zahl der Elektroautos, die nach Hannover kommen, stehe noch nicht fest. Grundsätzlich werde aber an dem Projekt, das wie die E-Autos von Stadtmobil Teil des Schaufensters Elektromobilität ist, nicht gerüttelt. Quicar ist seit etwas mehr als zwei Jahren in der Landeshauptstadt vertreten und bietet rund 200 Fahrzeuge an knapp hundert Stellplätzen an.

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