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Stadtteil-Händler kritisieren Gebühren

Verkaufsoffene Sonntage Stadtteil-Händler kritisieren Gebühren

Neben den Genehmigungen für verkaufsoffene Sonntage treiben die Kaufleute in den Stadtteilen vor allem die Kosten für die damit verbundenen Stadtteilfeste um. Die Händler wünschen sich dabei durchaus mehr Entgegenkommen durch die Stadtverwaltung.

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„Davon lebt die Stadt“: Stadtteilfeste wie das „Blaue Wunder“ am Sonntag in Linden verlangen den Organisatoren einiges ab.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. „Von solchen Veranstaltungen lebt doch die Stadt“, betont Hans-Jürgen Wittkopf von der Gemeinschaft Bothfelder Kaufleute, die jedes Jahr einen Herbstmarkt sowie eine Gewerbeschau ausrichtet.

Die Stadt kassiert von den Veranstaltern der Feste Sondernutzungsgebühren. Oft haben sich die Händler eines Straßenzugs oder Viertels dafür zu einem Verein zusammengeschlossen. „Wir erkennen an, dass die Stadt ihre Gebührensatzung, soweit es geht, zugunsten der Veranstalter auslegt“, sagt Peter Hoffmann-Schoenborn vom Verein Lebendiges Linden, der die Sonntagsöffnung rund um das Scillablütenfest „Blaues Wunder“ organisiert. Allerdings bleibe ein beträchtliches finanzielles Risiko, da die Straßenverkaufsstände erst vor Ort nachgemessen würden. „Wir erfahren die Höhe der Gebühr erst im Nachhinein. Eine Pauschale würde uns Planungssicherheit geben“, argumentiert Hoffmann-Schoenborn. Veranstaltungskoordinator Peter Holik kritisiert außerdem den Aufwand. „Die Stadt verlangt Gebühren pro Stand, die wir als Veranstalter kassieren und weitergeben müssen.“ Holik befürwortet sogar, die Gebühr komplett zu streichen.

Der Verein Lebendiges Linden tauscht sich deshalb jetzt mit anderen Händlergruppen aus. Ein erstes Treffen mit Kaufleuten aus Hannovers Nordosten gab es Sonntag am Rande des „Blauen Wunders“.

Stadtweit existieren 36 Zusammenschlüsse örtlicher Händler in den Stadtteilen. „Wenn wir uns stärker zusammenschließen, können wir unsere Interessen gegenüber der Stadt besser vertreten“, hofft der Bothfelder Kaufleute-Vorsitzende Wittkopf. Ihm selbst ist es vor einigen Jahren gelungen, eine Gebührenerhöhung der Stadt abzuwehren. In Bothfeld steckt die Händlervereinigung gut 40 000 Euro in ihren Herbstmarkt. „Der verkaufsoffene Sonntag ist wichtig für die Finanzierung, weil die beteiligten Geschäfte dann einen Beitrag leisten.“ Als die Stadtverwaltung mehrere Tausend Euro Gebühr für die Straßennutzung kassieren wollte, war dieses Modell bedroht. Wittkopf stellte sich quer. „Wir zahlen seitdem eine Pauschale und sind zufrieden.“

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