Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Stadtwerke setzen auf die Energiewende

enercity Stadtwerke setzen auf die Energiewende

„Klar zur Wende!“ - mit diesem Seemannsspruch ist das Strategiepapier der Stadtwerke überschrieben, das den Kurs des Unternehmens für die kommenden zehn Jahre beschreibt und am Mittwoch vom Aufsichtsrat abgesegnet worden ist. 

Voriger Artikel
Müllgebühren sollen 2016 stabil bleiben
Nächster Artikel
Ermittlungen in HoGeSa-Fall eingestellt
Quelle: Symbolbild/Thomas

Hannover. Es beinhaltet vor allem die noch stärkere Hinwendung von konventionellen zu regenerativen Energiequellen sowohl bei Strom als auch bei Wärme sowie einen Arbeitsplatzabbau. Wegen des Schrumpfkurses sollen 300 der insgesamt rund 2500 Jobs wegfallen, allerdings ohne Kündigungen. Stattdessen setzen die Stadtwerke vermehrt auf Fremdvergabe von Leistungen.

„In der sich neu ordnenden Energiewelt gehört die substanzielle Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien dazu“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Michael Feist. Weil das Unternehmen mit seinen drei konventionellen Kraftwerken so gut wie kein Geld mehr verdient, geht der Kohlemeiler in Mehrum im Landkreis Peine bis 2025 vom Netz. Dafür kündigt das Unternehmen Investitionen in einer Gesamthöhe von 600 Millionen Euro an, wobei Windkraft die zentrale Rolle spielt. Die in der sogenannten Klima-Allianz Hannover bis 2020 festgelegten Ziele haben die Stadtwerke vorzeitig erreicht - rechnerisch können alle privaten Haushalte mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt werden. Der Grund dafür liegt im kürzlichen Kauf eines Windparks in Groß-Eilstorf bei Walsrode mit 17 Rotoren. Geld ausgeben wollen die Stadtwerke auch für innovative Speichertechnologie sowie in neuen Geschäftsfeldern wie dem Ausbau der Breitbandverkabelung.

Stadtkämmerer Marc Hansmann, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, muss sich auf sinkende Abgaben des kommunalen Unternehmens einstellen. „Auch künftig werden die Stadtwerke im deutschen Energiemarkt zu den Top-Zehn-Unternehmen gehören und mit ihrer Finanzkraft die Stadt voranbringen“, sagte er. Die Entscheidung, ob die Stadtwerke das Ihme-Zentrum verlassen, werde Ende 2016 fallen. „Wir erwarten vom Investor ein gutes wirtschaftliches und technisches Angebot“, erklärte der Kämmerer. Sollte es zu einem Auszug kommen, werde man keinen neuen Standort suchen, sondern in Ricklingen oder an der Glocksee erweitern.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Leitartikel

Zu Heilserwartungen gibt die Bilanz der UN-Klimagipfel kaum Anlass. Seit mehr als 20 Jahren diskutiert die Staatengemeinschaft über ein globales Klimaschutzabkommen. In dieser Zeit sind die Treibhausgas-Emissionen um 60 Prozent gestiegen. Ein Leitartikel von Marina Kormbaki.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Naturkostgeschäft Bittersüß schließt nach 34 Jahren

Großes Sortiment und günstige Preise: Was viele Kunden großer Bio-Supermärkte freut, zwingt kleine Läden zum Aufgeben. So auch Bittersüß an der Hildesheimer Straße. Nach 34 Jahren macht das Geschäft in der Südstadt dicht.