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Stadtwerke streichen jeden achten Job

Stellenabbau bis 2025 Stadtwerke streichen jeden achten Job

Die Stadtwerke Hannover wollen innerhalb der kommenden zehn Jahre jede achte Stelle streichen. Dies sei notwendig, um in diesem Zeitraum die Personalkosten konstant halten zu können, verlautete am Dienstag aus einer Aufsichtsratssitzung. Die Erträge sollen sich derweil stabilisieren.

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„Talsohle durchschritten“: Die Erträge der Stadtwerke stabilisieren sich. 

Quelle: Nancy Heusel

Hannover. Bei den Stadtwerken Hannover fällt bis zum Jahr 2025 jeder achte Arbeitsplatz weg. Um die Personalkosten in den nächsten zehn Jahren konstant halten zu können, müssten 330 der insgesamt 2540 Stellen abgebaut werden, verlautete am Dienstag aus dem Unternehmen. Man werde sich bemühen, das Ziel über die normale Fluktuation zu erreichen. Entsprechende Gespräche mit dem Betriebsrat liefen bereits, es gebe aber noch keine Ergebnisse. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben.

Zuvor hatte der Aufsichtsrat über die Unternehmensstrategie in der neuen Dekade debattiert. Dabei sei deutlich geworden, dass die Gewinne nicht weiter schrumpfen würden, berichteten Teilnehmer. Zwar werde Enercity mit der Stromerzeugung auf absehbare Zeit kein Geld verdienen, dafür entwickelten sich aber die Beteiligung an der Stadtwerke-Holding Thüga und die Aktivitäten im Baltikum positiv, hieß es: „Die Talsohle ist wohl durchschritten.“

Für das laufende Jahr ist den Angaben zufolge ein Ergebnis von 88 Millionen Euro geplant - bis 2025 sollten sich die Erträge oberhalb der Marke von 80 Millionen Euro stabilisieren, hieß es. An die Stadt will Enercity allerdings weniger Gewinn abführen. Für dieses Jahr könne sich der Kämmerer auf 74 Millionen Euro einstellen, diese Summe werde mittelfristig aber auf 60 bis 65 Millionen Euro sinken, hieß es. Der Grund dafür ist, dass Enercity mehr Geld für Investitionen zurückhalten will. Im laufenden Jahr seien dafür 12 Millionen Euro vorgesehen - in den nächsten zehn Jahren solle der Betrag auf 20 Millionen Euro steigen.

Unklar ist die Zukunft des Kohlekraftwerkes Mehrum bei Peine. Der Meiler ist wegen des Überangebots an Ökostrom immer seltener am Netz und schreibt wegen des Preisverfalls an der Strombörse rote Zahlen. Der Vorstand hofft dem Vernehmen nach, dass sich die Preise nach der Abschaltung des letzten Atomkraftwerkes 2022 wieder stabilisieren. In den nächsten Jahren stehe ein Aus für den Kohleblock daher nicht zur Debatte. Die Stadtwerke haben bereits ein altes Gaskraftwerk in Herrenhausen abgeschaltet; das für unlängst mit hohem Aufwand modernisierte Gaskraftwerk in Linden ist nur wenige Monate am Netz.

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