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Stehen diese Frischluftwände bald in der City?

Idee der Stadtwerke Stehen diese Frischluftwände bald in der City?

Die Stadtwerke wollen in Hannovers Innenstadt sogenannte City-Trees (Stadtbäume) aufstellen – das haben sie in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Mitte angekündigt. An den Objekten, die fast drei Meter breit, mehr als zwei Meter tief und knapp vier Meter hoch sind, scheiden sich die Geister.

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Quelle: Archiv

Hannover. Manche halten sie für eine kreative Mischung aus Sitzbank, Werbetafel und Frischluftfilter, andere für hässliche Betonquader. Zunächst wollen die Stadtwerke eines der großen Betongebilde mit eingearbeiteter Grünfläche und Sitzbank in Hannovers Mitte platzieren.

Nach HAZ-Informationen kostet ein City-Tree gut 10 000 Euro. Die Stadtwerke verstehen die senkrechte Frischluft-Bank als Beitrag für ein „lebenswertes Hannover“, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt. Dass dem ersten Baum weitere folgen, ist nicht ausgeschlossen, hänge aber davon ab, wie er bei den Kunden ankomme, teilt das Unternehmen mit. Zwei Standorte stehen zur Wahl: auf der Georgstraße nahe dem Schillerdenkmal und am anderen Ende der Georgstraße nahe dem Georgsplatz.

Die mit 1600 Pflanzen, überwiegend Moosen, überwucherte Fläche soll nach Angaben der Stadtwerke ebenso viel Feinstaub filtern wie 275 Bäume. Der Grün-Quader soll in der Stadt an einem baumarmen Ort für Abkühlung sorgen und das Mikroklima verbessern. Wer neben der begrünten Wand Platz nimmt, kann sich über kostenlosen Internetzugang (WLAN) freuen. Die Wasserversorgung für das Hochkant-Beet wird automatisch reguliert.

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Drei Meter breit, vier Meter hoch, 1600 Pflanzen: Die Stadtwerke wollen sogenannte City-Trees aufstellen. Was halten Sie von der Idee?

Die Pläne von Enercity stoßen im Bezirksrat auf ein geteiltes Echo. Wilfried Engelke (FDP) zeigt sich „hochbegeistert“, kritisiert aber, wie auch andere Bezirksratspolitiker, die von der Stadt ausgewählten Standorte. „Ausgerechnet hier gibt es viele Bäume“, meint Engelke. Besser sei es, den Quader auf den Steintorplatz zu stellen.

Norbert Gast (Grüne) befürchtet, dass das Unternehmen mit dem Stadtbaum zu viel Werbung für sich machen wolle. Die Seiten des Quaders können mit Text bestückt werden. Außerdem soll es möglich sein, in das Grün ein Logo einzuarbeiten, das schon von Weitem zu erkennen ist. Gast lehnt die Verkleidung nur mit Sichtbeton ab. „Holz wäre viel besser“, sagt er. Joanna Konopinska von der CDU schlägt vor: „Mit dem Grün kann die Fassade des Ihme-Zentrums begrünt werden.“

Massive Kritik an den Plänen äußert die City-Gemeinschaft. Deren Geschäftsführer Martin Prenzler meint, in der City gebe es ausreichend Bäume. Zudem entstünde durch die riesige Wand eine „Angstecke“, Drogendealer könnten sich hinter den „Bäumen“ verstecken. Prenzler bezeichnet die stehende Grünfläche als „riesiges Monster“. Wenn die Geschäftsleute etwas Ähnliches aufstellen wollten, würden sie dafür nie eine Genehmigung bekommen.

Der Bezirksrat ist sich einig, dass er vor der Aufstellung der City-Trees ein Mitspracherecht besitze. Die Verwaltung will über das Aufstellen ohne die Beteiligung politischer Gremien entscheiden.

Von Mathias Klein und Andreas Schinkel

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