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Warum die Hannoveraner ihre Stadt lieben

Umfrage der Stadt Warum die Hannoveraner ihre Stadt lieben

Da ist nicht viel Luft nach oben: 50 Prozent der Hannoveraner leben nach einer Umfrage „sehr gern“, 41 Prozent „gern“ in ihrer Stadt. Die Befragten finden die öffentlichen Verkehrsmittel, die Grünflächen oder die medizinische Versorgung besonders gut, die Parkmöglichkeiten schlecht.

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So schön ist Hannover.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. So viel Zufriedenheit gab es noch nie in Hannover: Neun von zehn Bewohnern geben ihrer Stadt gute oder sogar Bestnoten. Die Allermeisten leben gern in ihrer Stadt, schätzen den öffentlichen Nahverkehr sowie die vielen Parks und Grünflächen. Ganz ungetrübt ist der Blick allerdings nicht. An der Spitze der Problemliste steht das Thema Flüchtlinge/Ausländer, gefolgt von Verkehrsproblemen und der Angst vor zu hohen Mieten. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Repräsentativerhebung, die die Stadt Hannover alle drei bis fünf Jahre durchführt. Bisher beziehen sich die Daten auf das gesamte Stadtgebiet, bis Herbst sollen die Stadtteile untersucht werden. Insgesamt 5800 Hannoveraner haben an der Studie teilgenommen.

Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) freute sich bei der Präsentation der Daten über die gestiegene Zufriedenheit. Gaben 2011 noch 44 Prozent der Befragten an, „sehr gern“ in Hannover zu leben, sind es 2015 bereits 50 Prozent. Weitere 41 Prozent leben den Daten zufolge „gern“ in ihrer Stadt. Mehr als 90 Prozent Zustimmung - das sei „eine wichtige Grundaussage“, frohlockt der Verwaltungschef.

Einige Aspekte verdienen es, gesondert herausgehoben zu werden:

Zufriedener mit Kinderbetreuung:  Die Studie weist detailliert nach, in welchen Themenbereichen es deutliche Abweichungen in der Zufriedenheit zur Vorgängerstudie von 2011 gibt. Positiv sticht die Kinderbetreuung heraus: Die Zustimmung wuchs um 21 Prozent. Auch mit der Arbeit der Stadtverwaltung (plus 14 Prozent) und den Schulen (plus 12 Prozent) gibt es offenbar steigende Zufriedenheit sowie bei der Qualität der Plätze (plus 10 Prozent) oder der öffentlichen Sicherheit (plus 9 Prozent).

Unzufriedener mit Wohnungsmarkt:  Im Vergleich zur Vorgängerstudie registrieren die Statistiker aber beim Wohnungsmarkt die größte negative Abweichung. Mit dem Wohnungsangebot ist nur noch ein Drittel der Hannoveraner zufrieden, zuvor war es mehr als die Hälfte (minus 23 Prozent). Auch beim Zustand von Sport- und Schwimmanlagen sank die Zustimmung (minus 5 Prozent).

Innenstadt: Auch die Zufriedenheit mit der Innenstadt hat sich auf einen neuen Rekordwert gesteigert. 69 Prozent aller Befragten äußerten sich zufrieden (58 Prozent) oder sehr zufrieden (11 Prozent). Zum Vergleich: Bei der Erhebung 1997 lag die Zufriedenheit bei 26 Prozent - davon machten 1 Prozent ihr Kreuzchen bei „sehr zufrieden“. Größte Vorteile sehen die Befragten bei den guten Einkaufsmöglichkeiten (22 Prozent), bei der Gestaltung der City (15 Prozent), der Überschaubarkeit (14 Prozent) und der Verkehrsberuhigung (8 Prozent). Erstmalig hat die Stadt diesmal auch nach dem Kaufverhalten gefragt. Immerhin 30 Prozent geben an, häufig Waren im Internet zu bestellen und dadurch seltener oder kaum noch in die City zu fahren.

Stadtteile: Die Zufriedenheit mit dem Stadtteilleben hat sich seit 1990 von 69 auf 79 Prozent erhöht.

Sorge vor Ausländern: 20 Prozent der Befragten sehen Ausländer und Flüchtlinge kritisch. Manchen sind es „zu viele Flüchtlinge“, wie aus den Anmerkungen auf den Fragebögen hervorgeht, andere sehen Schwierigkeiten bei den „Integrationsfähigkeiten und -möglichkeiten“ der Neuankömmlinge. Fast 60 Prozent der Befragten fordern die Stadt auf, mehr Geld für Integration auszugeben. Das Sicherheitsgefühl scheint jedoch nicht gelitten zu haben. Nur ein äußerst geringer Prozentsatz der Hannoveraner ängstigt sich in der eigenen Wohngegend. „Die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht sind in der Umfrage noch nicht berücksichtigt“, sagt Schostok.

Weitere Kritik: Mit keinem Thema sind die Hannoveraner so wenig zufrieden wie „Parkmöglichkeiten für Pkw“ (nur 29 Prozent Zustimmung), ähnlich schlecht sieht es bei „Möglichkeiten für Jugendliche, sich zu treffen“ aus. Die Stadt wolle bei diesen Punkten „zielgerichtet Möglichkeiten zur Verbesserung ergreifen“, heißt es in der Studie.

Hier geht es zur vollständigen Umfrage

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