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Größer, jünger, bunter, Hannover

Neue Statistik Größer, jünger, bunter, Hannover

Die Bevölkerungszahl in Hannover ist 2015 so rasant gestiegen wie lange nicht. Die Einwohnerzahl zum Jahresende betrug nach Angaben der Statistikstelle des Rathauses exakt 537.738 Personen, was einem Anstieg von rund 8900 Männern, Frauen, Jugendlichen und Kindern gegenüber 2014 entspricht. 

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Geht es allein nach der Zuzugsrate, ist der Stadtbezirk Mitte derzeit am Begehrtesten in Hannover. 

Quelle: Archiv (Symbolbild)

Hannover. Die Bevölkerungszahl in Hannover ist im vergangenen Jahr so rasant gestiegen wie lange nicht. Der Einwohnerzahl zum Jahresende betrug nach Angaben der Statistikstelle des Rathauses exakt 537.738 Personen, was einem Anstieg von rund 8900 Männern, Frauen, Jugendlichen und Kindern gegenüber 2014 entspricht. Zum Vergleich: In den drei Jahren zuvor lag das Wachstum im Schnitt bei 4500 Personen. „Einwohnerzuwächse in dieser Größenordnung hat es zuletzt zwischen 1989 und 1992 gegeben“, sagen die Statistiker.

Ursache für den Zuwachs ist sowohl die Zuwanderung aus anderen Teilen Niedersachsens, von Flüchtlingen und Asylbewerbern als auch von Bürgern aus der Europäischen Union. Nach wie vor negativ ist das Verhältnis von Geburten zu Sterbefällen. Auch verliert Hannover weiterhin Familien mit Kindern an das Umland, auch wenn sich diese sogenannte Suburbanisierung zwischenzeitlich abgeschwächt hatte.

Nur sieben Prozent der Zuwanderer in Hannover waren 2015 deutsche Staatsangehörige. Ein weiteres Drittel besitzt einen Pass der Länder der Europäischen Union, an der Spitze liegen hier die Staaten in Ost-, Süd- und Südosteuropa. Den großen Rest machen Flüchtlinge aus. Dies wiederum ist die Ursache dafür, dass fast drei Viertel derjenigen, die neu in die Landeshauptstadt gekommen sind, junge Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren waren. Dadurch wiederum sinkt - wenn auch nur leicht - der Altersdurchschnitt der Stadtbevölkerung. Er liegt aktuell bei 42,5 Jahren. Hannovers Frauen sind im Schnitt drei Jahre älter als die Männer, deutsche Staatsangehörige fünf Jahre Älter als Ausländer.

Insgesamt lag der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund zum Jahresende bei 29,3 Prozent. Nach Stadtteilen betrachtet ergeben sich gewaltige Unterschiede. In Waldheim liegt die Quote lediglich bei 7,1 Prozent, am anderen Ende der Skala liegt Mühlenberg mit 62,5 Prozent.

Hier gibt es die meisten Zuzüge

Geht es allein nach der Zuzugsrate, ist der Stadtbezirk Mitte derzeit am Begehrtesten in Hannover. Auf den Plätzen folgen die Nordstadt, Döhren-Wülfel, Linden-Limmer, Buchholz-Kleefeld und Südstadt-Bult. Ein etwas differenzierteres Bild ergibt sich, wenn man gleichzeitig auch diejenigen betrachtet, die fortziehen: Auch hier führen die Bezirke Mitte und Nord die Tabelle an, dahinter folgen Linden-Limmer und Südstadt-Bult. Es herrscht also durchaus Fluktuation, wobei aber eine Konstante auffällt. In keinem Stadtbezirk Hannovers ist, gemessen an der Bevölkerungszahl, die Quote der Fortzüge höher als die der Zuzüge. Das Wachstum ist also überall in der Stadt zu verzeichnen, wenn auch in unterschiedlichem Maß. Wer in Linden, der List oder der Südstadt aktuelle eine Wohnung sucht, wird das bestätigen können.

Auch die Ostrtreue, also die Quote derjenigen, die zwar umziehen, aber dabei ihren Stadtteil nicht verlassen, haben die Statistiker ermittelt. Hier liegen andere Quartiere vorn. Wenn Ricklinger, Misburger, Anderter oder Kirchröder umziehen, dann bleiben sie in gewohnter Umgebung. Am Ende der Skala liegen hier die Bezirke Mitte und Nord – diejenigen also, die in den beiden anderen Statistiken die Spitzenplätze einnehmen. Bevölkerungsreichster Stadtteil Hannovers bleibt Linden, gefolgt von der List und der Südstadt.     

Die komplette Statistik zum Download:

Weitere Infos:

www.statistik-hannover.de

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