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So hart war der Steelman-Hindernislauf

Neue Bult So hart war der Steelman-Hindernislauf

Auf die Plätze, fertig, los – und rein in den Schlamm! Mehr als 1500 Läufer sind am Sonntag bei besten Wetterverhältnissen die neun Kilometer lange Strecke auf der Neuen Bult in Hannover durch Wassertümpel und Schlammgrube gelaufen. Der Hindernis-Parcours brachte so manche Hobby-Sportler an ihre Grenzen.

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Was für ein Spektakel! Hunderte Sportler haben sich am Sonntag auf der Neuen Bult beim Steelman-Hindernislauf ins Getümmel gestürzt.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Zum Glück scheint die Sonne. Denn beim 3. Steelman-Hindernislauf auf der Neuen Bult bleiben die Sportler nicht lange trocken. Sie robben unter Absperrbändern durch ein Matschloch oder springen im Wald mit Gekreisch beherzt in einen aufgeweichten Graben und wanken bibbernd ans andere Ufer. Manchen steht bereits da der Kälteschock ins Gesicht geschrieben. „Meine schönen Schuhe“, jammert einer. Das Schlimmste jedoch, darin sind sich die meisten am Ende einig, ist die Station, an der die Läufer sogar einmal komplett untertauchen müssen.

Auf der Pferderennbahn "Neue Bult" müssen die Teilnehmer des dritten Steelman in Hannover schwierige Hindernisse überwinden.

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1526 Männer und Frauen sind Sonntag auf dem Parcours gestartet. Der Älteste 64, die Jüngsten 18 Jahre alt. Rund 25 große Hindernisse haben die Veranstalter aufgebaut. Dazu kommen noch zahlreiche kleinere Stolperfallen, die den Lauf behindern. Doch genau darauf kommt es den Teilnehmern des Spaß-Sport-Events an. Denn viele sitzen während der Woche den lieben langen Tag im Büro. Ein simpler Marathon reicht als Herausforderung nicht mehr aus.

Und so kriechen sie durch Abflussrohre, erklimmen eine Treppe aus Strohballen, hangeln Wände hoch oder krabbeln über einen hingeworfenen Berg aus Autoreifen. Besonders gemein und gleichzeitig spaßig: Football-Spieler von den Arminia Spartans erwarten die Läufer in voller Montur auf einem abgesteckten Feld, das diese durchqueren müssen. Eine Situation wie im Videospiel, die plötzlich Realität wird. Vier befreundete Frauen und Männer haken sich unter. „Los, wir schreien“, flüstert einer. Gegen die Football-Spieler, die sich in den Weg stellen und rempeln, hilft die Taktik nur begrenzt.

Der ganze Hindernisparcours wirkt wie eine Mischung aus militärisch gedrilltem Bootcamp und völkerverbindendem „Spiele ohne Grenzen“. Denn Spaß haben die Läufer ohne Frage. Manche kämpfen sich verkleidet als Superman, Prinzessin, Monster Shrek oder Mini-Mouse über die neun Kilometer lange Strecke. Die ganz Harten machen die Runde zweimal. Und zahlen dafür, gestaffelt nach zeitlicher Anmeldung, ab 39 Euro, am Tag selbst 75 Euro.

Wo sie sich ihre blutigen Knie geholt hat, weiß Gwendolyn Mewes am Ende nicht mehr. „Das passiert“, sagt die 32-Jährige strahlend. Matthias Tomm aus Hemmingen ist zum dritten Mal dabei. „Dieser Parcours war wegen der vielen Wasser-Stationen deutlich härter. Oder es liegt am Alter“, sagt der 34-Jährige mit einem Lächeln. Der Marathon-erprobte Bert Strüber aus Bothfeld ist gemeinsam mit seinem Sohn an den Start gegangen. „Ich wollte unbedingt mitmachen und es hat Spaß gemacht“, sagt der 18-jährige Justin. Bert Strüber ist dennoch froh, dass beide sich für die einfach Strecke entschieden haben. Den 52-Jährigen graust die Vorstellung, das Ganze noch mal zu machen. „Jetzt wissen wir ja, was uns bevorstünde.“

Für alle Läufer, die beim Steelman in Langenhagen mit Weihnachtsmütze gestartet sind, spendet die Hannoversche Volksbank je 5 Euro für die HAZ-Weihnachtshilfe. Am Ende sind 725 Mützen zusammengekommen. Marko Volck von der Hannoverschen Volksbank hat angekündigt, den Spendenbetrag im Namen des Unternehmens auf sensationelle 5000 Euro aufzurunden. 

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