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Steffen Henssler kocht in der Swiss Life Hall

Kochen und Comedy Steffen Henssler kocht in der Swiss Life Hall

Vor 2500 Zuschauern in der Swiss Life Hall kochte TV-Koch Steffen Henssler am Mittwoch seine Lieblingsgerichte, erzählte aus seiner Jugend und lieferte zusätzlich Comedy-Einlagen ab. Die zubereiteten Gerichte auch kosten zu können, dieses Glück haben an diesem Abend nur wenige Gäste.

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"Henssler tischt auf": Der Fernsehkoch Steffen Henssler gastierte mit seiner neuen Kochshow in der Swiss Life Hall.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Das Licht geht aus in der Swiss Life Hall, die Melodie von „Lobe den Herren“ erklingt – statt dem Herren wird allerdings Henssler gelobt, der „Dreifaltigkeit des guten Geschmacks“. Nein, an Selbstbewusstsein fehlt es dem Entertainer nicht. Dann ein Knall, der Vorhang fällt, Guns’N’Roses „Welcome to the Jungle“ dröhnt aus den Lautsprechern – und dann kommt der, auf den die Zuschauer gewartet haben: TV-Koch Steffen ­Henssler springt in einer knallrosa Kochjacke auf die Bühne, fängt hektisch an, Fleisch zu klopfen, zu würzen und anzurichten. Nach zwei Minuten ist das erste Gericht von „Steffen Henssler tischt auf“ fertig: Rindercarpaccio mit flambierter Feige und Tomate.

Knapp zweieinhalb Stunden gibt Henssler nützliche Tipps für Hobbyköche. „Ich zeige euch heute meine Lieblingsgerichte, die ich sau gerne esse“, kündigt der Starkoch an. „Wir werden kochen, ‘nen Schnack halten und einfach einen richtig schönen Abend haben.“ Eigentlich ist es so, als ob man sich eine Kochshow im Fernsehen anschaut – nur nicht gemütlich auf dem Sofa, sondern zwischen 2500 Menschen in der Swiss Life Hall. Es duftet nach frischem Brot und Knoblauch. Wer noch nichts gegessen hat, kriegt spätestens jetzt Hunger und der wird mit jedem neuen Gericht, dessen Zubereitung über die große Leinwand genau verfolgt werden kann, größer.

Mit seiner Kochshow "Henssler tischt auf" ist der Fernsehkoch Steffen Henssler in der Swiss-Life-Hall zu Gast gewesen.

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Aber zu Essen gibt es an dem Abend nichts. Nur ein paar wenige haben Glück und bekommen einen Teller mit Spaghetti à la „Don Hensslerino“, Rührei mit Garnelengröstl und hausgemachtem Blumentopfbrot sowie seine Sushi-Rolle „Deluxe“ gereicht, andere Auserkorene dürfen sich selbst an der Kochplatte versuchen, der Rest schaut zu.

Hungrig?

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Trotzdem, die Zuschauer sind begeistert von der Show, in der Kochen und Comedy vereint werden. Denn Henssler steht nicht nur hinterm Herd, er zeigt auch unveröffentlichte Ausschnitte aus seiner TV-Show „Grill den Henssler“ und erzählt von seiner Jugend, davon, dass das Berufsinformationszentrum ihm eine Karriere als Tankwart oder Forstgehilfe ans Herz gelegt hat – „Also nur der Assi vom Förster, zu mehr hat’s nicht gereicht“ – und wie er früher den Servicekräften statt Schnitzel panierte, benutzte Küchenlappen zubereitet hat. „Die gelben sehen ausgeblichen aus wie Kalbsfleisch. Das haben die oft genug nicht bemerkt“, sagt er und lacht. Alltägliche Fiesheiten zwischen Service und Küchen seien halt ganz normal. Im Nachhinein betrachtet sei das natürlich gemein gewesen, aber so laufe das in der Küche nunmal. „Irgendwo muss man ja Dampf ablassen.“

Auch seine Kollegen bekommen ihr Fett weg: Auf die Melodie von Helene Fischers „Atemlos“ sing er als Tim ­Mälzer („Fresse groß im TV, ich benehm’ mich wie ‘ne Sau“) oder aber als Reiner Calmund („Hemmungslos am Büfett, tut der Magen auch schon weh“). Nach der Gesangseinlage folgt noch der Nachtisch, den Henssler hektisch in zwei Minuten zubereitet. Nach rund zweieinhalb Stunden ist Schluss – nur blöd, dass man um diese Uhrzeit nirgends mehr Sushi-Rollen „Deluxe“, krosse Bauernente oder norwegischen Fjordlachs essen gehen kann.

Von Lisa Malecha

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