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Müllgebühren könnten um fünf Prozent steigen

Einnahmeverlust von acht Millionen Euro Müllgebühren könnten um fünf Prozent steigen

Die Müllgebühren in der Region Hannover müssen im kommenden Jahr möglicherweise um fünf Prozent steigen. Hintergrund ist ein starker Einbruch bei den Preisen für Altpapier. Im Gebührenhaushalt klafft daher ein Loch von acht Millionen Euro pro Jahr.

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Quelle: ddp

Hannover. Wie der Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha, Thomas Reuter, gestern im Abfallwirtschaftsausschuss der Region mitgeteilt hat, ist der Preis für das Altpapier von 150 Euro auf 30 Euro pro Tonne gesunken. Das bedeutet für den Gebührenhaushalt einen Einnahmeverlust von acht Millionen Euro pro Jahr, weil mit dem Gewinn aus dem Altpapier die Müllabfuhr mitfinanziert wird. Durch den massiven Preiseinbruch bleibe lediglich ein kleiner Überschuss übrig. Reuter begründete den Rückgang der Altpapierpreise mit Veränderungen im Markt. Bisher habe Deutschland viel Altpapier unter anderem nach Polen, Großbritannien und sogar nach China exportiert. Dort werde aber inzwischen auch Altpapier gesammelt, deshalb seien die Exportmengen und damit auch der Preis eingebrochen.

Aha droht den Kommunen: Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha hat den Umlandkommunen gedroht, sich aus der Reinigung der Wertstoffinseln, wo unter anderem Altglas- und Altpapiercontainer stehen, zurückzuziehen. Aha-Mitarbeiter führen drei- bis fünfmal pro Woche die einzelnen Standorte an, um diese zu säubern und Unrat wegzuräumen. Einzelne Kommunen verhandelten derzeit allerdings über die Aufstellung unter anderem von Altkleidercontainern durch private Unternehmen. Sollte eine Kommune mit Privatunternehmen Vereinbarungen über Containerstandorte treffen, werde Aha auch in allen anderen Umlandkommunen die Wertstoffinseln nicht mehr reinigen, kündigte der Chef des Abfallwirtschaftsbetriebs, Thomas Reuter, gestern an. Er begründete das mit dann folgenden Schadensersatzansprüchen des Dualen Systems Deutschland (DSD). Bisher beteiligt sich das DSD an den Kosten der Errichtung, Unterhaltung und Sauberhaltung der Standorte.

Um zu verhindern, dass sich die Kommunen privaten Containerbetreibern zuwenden, geht Aha einen ungewöhnlichen Weg: Alle 20 Bürgermeister der Umlandkommunen haben vor Kurzem ein Formular erhalten. Unter der Überschrift „Einverständniserklärung“ sollen die Bürgermeister unterschreiben, dass Aha zunächst bis zum Jahr 2018 die Containerstandorte für Wertstoffe nutzen kann.

Der Abfallexperte der SPD-Regionsfraktion, Wolfgang Toboldt, wies auf die Folgen für die Kommunen hin, falls Aha sich aus der Pflege der Standorte zurückzieht. „Das Problem könnte dann schon am ersten Tag des neuen Jahres entstehen, wenn vor den Altglascontainern nach Silvester alles voller Flaschen steht“, sagte er. Dann müssten Bauhof-Mitarbeiter ausrücken und die wüssten  gar nicht, wo sie das Altglas entsorgen sollen.

 

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Foto: Obwohl Aha in dem Ausschreibungsverfahren das günstigste Angebot abgegeben hatte, sei diese Ausschreibung aufgehoben und durch eine neue Ausschreibung ersetzt worden.

Der kommunale Abfallwirtschaftsbetrieb Aha hat den Auftrag für die Entsorgung der gelben Säcke im Umland verloren. Ab dem 1. Januar 2016 übernimmt das Privatunternehmen Remondis die Sammlung des Verpackungsmülls. „Wir müssen jetzt sehen, wie wir möglichst viele Arbeitsplätze retten können“, sagt Personalrat Michael Ludwig.

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