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Aus der Stadt „Bauverwaltung
 arbeitet
 zu langsam“
Hannover Aus der Stadt „Bauverwaltung
 arbeitet
 zu langsam“
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00:15 22.09.2015
Von Mathias Klein
Der Blick auf das damalige Vorzeigeprojekt Ihmezentrum. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

 „Wir führen nette Gespräche über die Senkung von Baustandards, aber substanziell ist nichts dabei herausgekommen“, sagte der Chef der Wohnungsgenossenschaft Herrenhausen, Michael Jedamski, als Sprecher aller hannoverschen Wohnungsunternehmen bei einer Podiumsdiskussion der SPD-Ratsfraktion zur Wohnungspolitik.

Der Wohnungsmangel, verursacht durch den starken Bevölkerungsanstieg und zusätzlich durch den Zustrom von Flüchtlingen, könne zu einem Anstieg der Mieten führen und den sozialen Frieden gefährden, sagte bei der Debatte der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Ewald Nagel. Deshalb strebe man ein Bündnis für Wohnen mit der Bauwirtschaft an.

Jedamski forderte ein Moratorium: Zur Beseitigung des Wohnraummangels müsse die Stadt zeitweise auf Auflagen verzichten: „Die Situation ist ernst.“ Die Stadt müsse mehr Gestaltungsspielraum im Baurecht nutzen und dürfe an den Klimaschutzzielen nicht „dogmatisch“ festhalten. Das gab Kritik unter anderem von SPD-Politiker Manfred Müller, der von der Wohnungswirtschaft Kreativität verlangte. Unterstützung erhielt Jedamski von Christian Petersohn (Genossenschaft Kleefeld-Bucholz), der unter anderem Auflagen bei Fassadengestaltungen kritisierte. Der Chef des Verbands der Wohnungswirtschaft, Heiner Pott, forderte mehr Mitarbeiter für die Bauverwaltung. Auch müsse über Bebauungspläne in Ratsgremien schneller beraten werden, Architekturwettbewerbe lähmten das Tempo. Karsten Klaus dagegen, Chef der städtischen Wohnungsgesellschaft GBH, kündigte an, 1500 Wohnungen zu bauen – fünf Jahre lang je 300.

Baudezernent Uwe Bodemann sagte in der Debatte zu, die Stadt werde preiswerteres und schnelleres Bauen für die Unternehmen ermöglichen. So könnten die Standards bei den Stellplätzen für Autos gesenkt werden – dafür gab es Applaus. Zudem könne etwa verhandelt werden, ob der obligatorische Abstand von 100 Metern bei Neubauten zur Eilenriede noch zeitgemäß sei. Fest stehe aber, dass mehr gebaut werden müsse. „Es reicht nicht.“ Für Oktober ist ein Gespräch beim Oberbürgermeister geplant.

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