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So sollen sich Steintorplatz und Umgebung verändern

Neue Pläne des Investors So sollen sich Steintorplatz und Umgebung verändern

Wie sollen der Steintorplatz und die Nordmannpassage bebaut werden? Der Investor aus Düsseldorf plant den Steintorplatz in einen Einzelhandelsschwerpunkt zu verwandeln. Die Opposition im Rat wehrt sich jedoch weiterhin gegen eine Bebauung des Platzes.

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Bald ein Neubau? Für das Areal zwischen Nordmannpassage und Steintor gibt es ein Kaufangebot.

Quelle: Nancy Heusel (Archiv)

Hannover. Der Steintorplatz und seine Umgebung sollen in den kommenden Jahren ihr Gesicht verändern. Geplant ist ein neuer Einzelhandelsschwerpunkt in Hannovers City. So will die Düsseldorfer Firma Centrum nicht nur wie berichtet zwei Geschäfts- und Wohnhäuser auf dem bisher unbebauten Platzbereich hochziehen, sondern auch die Flachbauten zwischen dem Steintor und der Nordmannpassage sollen durch höhere Gebäude ersetzt werden.

Die Maklerfirma Comfort, die mit Centrum eng zusammenarbeitet, hat den Immobilieneigentümern in dem Gebäudeblock jetzt Kaufangebote unterbreitet. „Die Bebauung und Beplanung in diesem Areal wäre sinnvoller, sofern sich der überwiegende Teil der Gebäudestruktur in einer Hand befindet“, heißt es in dem Schreiben an die Eigentümer, das der HAZ vorliegt. Dem Vernehmen nach hat Comfort Angebote vorgelegt, die deutlich über dem Marktwert der Grundstücke liegen. Dennoch zögern mehrere Eigentümer, andere haben schon eingewilligt.

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Vorsorglich hat die Stadtverwaltung für die Nordmannpassage die Baumöglichkeiten verändert. Bis zu 24 Meter hohe Bauten mit sechs Geschossen sind auf dem Areal inzwischen möglich. Die Ratspolitik hat der Änderung mit großer Mehrheit zugestimmt. Neue, attraktive Bauten mit einladenden Geschäften könnten der Ecke nur gut tun, hieß es aus allen Parteien.

Umstrittener ist dagegen die Bebauung des Steintorplatzes. Während SPD und Grüne im Rat an einem Strang ziehen und das Projekt befürworten, weil sie sich eine Aufwertung des gesamten Steintor-Quartiers versprechen, stemmen sich alle Oppositionsparteien dagegen. Morgen wird der Bauausschuss über das Vorhaben abstimmen, abschließend wird der Rat sein Urteil fällen - noch vor der Kommunalwahl am 11. September.

Die Neubauten auf dem Steintorplatz und in der Umgebung sind nach Informationen der HAZ nicht abhängig voneinander. Dennoch wird das Steintor-Projekt als „Zünglein an der Waage“ für die Quartierspläne bezeichnet. Wird der Bau der beiden Häuser tatsächlich in die Wege geleitet, dürfte es auch in der Nordmannpassage schneller vorangehen. Letztlich sollen in die Gebäude auf dem Steintorplatz attraktive Geschäfte einziehen, die viele Menschen in den Westen der Innenstadt locken und somit auch die Nordmannpassage beleben. Dem Vernehmen nach ist ein Modehaus als Hauptmieter im Gespräch, das in Hannover noch keine Filiale betreibt. Der Name des Stuttgarter Warenhauses Breuninger fällt in diesem Zusammenhang. Breuninger kann mit etlichen Edelmarken aufwarten und positioniert sich im oberen Preissegment.

In den oberen Geschossen der Steintor-Häuser sollen Wohnungen entstehen. Die Grünen schlagen vor, dort Wohnraum für Senioren herzurichten. „Es gibt viele ältere Menschen, die nicht nur mit Blick auf ein Naturschutzgebiet wohnen wollen“, sagt Grünen-Baupolitiker Michael Dette. Wohnen in der City könne man für Senioren an dieser Stelle exemplarisch ermöglichen.

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