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Steintor wird fast vier Monate lang Großbaustelle

Bauarbeiten Steintor wird fast vier Monate lang Großbaustelle

Im nächsten Sommer wird der Stadtbahnbau die westliche Innenstadt 16 Wochen lang komplett lahmlegen. Der Bereich Goethestraße–Steintor–Lange Laube wird von Mai bis September für den Autoverkehr gesperrt. Bahnverbindungen aus Ahlem fallen aus, zudem muss mit Verspätungen im gesamten Streckennetz gerechnet werden. 

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Die westliche Innenstadt wird im Sommer mit Verkehrsproblemen zu kämpfen haben.

Quelle: Thomas

Hannover. Seit 2015 wird an der oberirdischen City-Stadtbahntrasse 10/17 („D-Linie“) gebaut, derzeit ist die Kurt-Schumacher-Straße ein Nadelöhr in der Stadt. Wer aber geglaubt hat, dass die Behinderungen in diesem Jahr ein Problem sind, der wird im nächsten Jahr eines Besseren belehrt. Die Verantwortlichen haben sich entschieden, die Arbeiten zu konzentrieren – zwar mit hohen Belastungen für alle Verkehrsteilnehmer, aber dafür mit absehbarem Ende. 16 Wochen lang wird es im Sommer 2017 zu erheblichen Beeinträchtigungen für Stadtbahnnutzer und Autofahrer kommen. Danach aber, so ist das Versprechen, soll das Schlimmste geschafft sein. Ein Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende.

Es ist der Bauabschnitt 3, der den Planern die größten Bauchschmerzen macht. Der gesamte Bereich am Steintor zwischen Clevertor und Goseriede muss umgegraben werden, um die oberirdische Gleisstrecke zu erneuern und mit Hochbahnsteigen und Aufzügen barrierefrei zu machen. Zeitgleich müssen dann auch Leitungen und Kanäle im Untergrund modernisiert werden. Eigentlich sollten sich diese Arbeiten über viele Monate in den Jahren 2017 und 2018 hinziehen, jeweils wieder mit sechswöchigen Vollsperrungen der Stadtbahnstrecke in den beiden Sommerferien und vielen Teilsperrungen für Autos und Bahnen. Die am Bau beteiligten Firmen und Ämter aber haben jetzt ein anderes Konzept erarbeitet. Stefan Harcke, Chef der für den Bau zuständigen Regionstochter Infra, sagt es so: „Wir haben gemeinsam die Interessen von Autofahrern und Kunden des öffentlichen Nahverkehrs und Kaufleuten sowie die Kosten für die Allgemeinheit abgewogen mit dem Ergebnis, dass die Einsparungen bei Zeit und Kosten die leider notwendigen Einschränkungen mehr als wettmachen.“ Einige Hunderttausend Euro könnten gespart und die Bauzeit deutlich verkürzt werden.

Das Zeitfenster ist knapp. Eigentlich wollte die Infra 18 Wochen Bauzeit am Stück, also genau vier Monate für den kniffeligen Abschnitt. Denn direkt im neuen Hochbahnsteig Steintor in der Münzstraße auf Höhe Lange Laube sollen eine Treppe hinab in die U-Bahn-Station Steintor gegraben werden und ein Aufzug, der im Grundwasser neben der Station ankommt und aufwendig wasserdicht angeschlossen werden muss. Die geplanten Baugruben dafür liegen, ebenso wie zahlreiche Schächte für Stadtentwässerung und Stadtwerke, mitten in der jetzigen Gleistrasse. „Ohne 16-wöchige Vollsperrung hätten wir mit mehreren Gleisumschlüssen arbeiten müssen und die provisorischen Gleise teilweise über Bürgersteige vor den Häusern führen müssen“, sagt Harcke. Stattdessen könnten jetzt dank des konzentrierten Umbauplans „große Bagger ohne Einschränkungen zum Einsatz kommen“. Das spare Zeit und Geld. Eng wird es trotzdem: Genehmigt wurden statt erhoffter 18 nur 16 Wochen. Davor liegt die Holzmesse Ligna (bis 26. Mai), danach die Metallmesse EMO (ab 18. September). „Am Morgen des 18. September müssen wir fertig sein“, sagt Harcke.

In den gesamten 16 Wochen wird keine Stadtbahn oberirdisch zum Hauptbahnhof rollen. Alle müssen über Waterlooplatz in den Tunnel ausweichen. So etwas funktionierte zwar in diesen Sommerferien für sechs Wochen ganz gut. Doch außerhalb der Ferien, wenn etwa auch die Verstärkerzüge aus Ahlem im Einsatz sind, sei die Kapazität der Tunnel erschöpft, sagt Harcke: „Es wird zu erheblichen Einschränkungen im Stadtbahnverkehr kommen.“ Verstärkerzüge könnten dann voraussichtlich nicht eingesetzt werden, „und es wird wohl auch Verspätungen auf anderen Linien geben, weil die Taktfolgen in den Tunneln so eng werden, dass kaum noch Puffer bestehen.“ Auch für Autofahrer werde es – trotz geplanter Umleitungen – erhebliche Behinderungen geben. „Dafür aber sind danach die Gleisarbeiten abgeschlossen“, sagt Harcke: „Im September 2017 werden nach diesem Modell die schlimmsten Arbeiten in der Innenstadt vorbei sein – deutlich früher als bisher geplant.“

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