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Aus der Stadt Steintorbebauung wäre Ende der Tunneldebatte
Hannover Aus der Stadt Steintorbebauung wäre Ende der Tunneldebatte
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00:32 10.10.2015
Von Conrad von Meding
Da das laufende Planfeststellungsverfahren präferiert eine oberirdische Trasse. Quelle: Archiv
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Hannover

Wenn zwei Neubauten auf dem Steintorplatz entstehen, wird damit die Debatte über eine unterirdische Innenstadttrasse für die Stadtbahnlinie D endgültig erledigt. Das stellten Stadtbaurat Uwe Bodemann und Tiefbauamtsvize Peter Freiwald am Mittwoch im Bauausschuss auf Nachfrage von Jörg Pielawa von der Initiative D-Tunnel klar. Die Gebäude wären dann im Weg, ein Tunnel müsste einen anderen Radius beschreiben. Da das aktuell laufende Planfeststellungsverfahren ohnehin eine oberirdische Trasse präferiere, sehe man aber kein Problem.

Bodemann sagte, dass er die beiden Neubauten städtebaulich für den „logischen Schlussstein der Entwicklung“ dieses Teils der Innenstadt mit Goseriedeplatz und Langer Laube halte. Er führe daher seit rund zwei Jahren Vorgespräche mit dem Investor, der in der Innenstadt bereits das Kröpcke-Center und das Heutelbeck-Nachfolgehaus gebaut sowie das Drachentöterhaus umgebaut hat. Holger Wohner will sich für das Millionenprojekt am Steintor einen Kompagnon ins Boot holen, die Investorengemeinschaft heißt dann Centrum/Fürst.

Piraten-Ratsherr Dirk Hillbrecht kritisierte, wenn Wohnraum benötigt werde, solle die Stadt besser versuchen, die teils sehr flache Randbebauung des Steintorplatzes zu erhöhen, anstatt Neubauten auf den Platz zu setzen. Bei der Stadt heißt es allerdings, dass bereits mehrfach versucht wurde, mit den Eigentümern etwa an der Nordmannpassage ins Gespräch zu kommen - dort gebe es aber weder Interesse an Investitionen noch am Verkauf. Bodemann sagte, die Neubauten könnten den Innenstadthandel an dieser Stelle stärken. In den Obergeschossen seien auch etwa Studentenwohnungen oder Hotels denkbar. Baustart könne etwa 2017 oder 2018 sein, wenn die Gremien zustimmen.

Feuerwache: Der Bauausschuss beschloss den Neubau der Feuerwache 3 in Kirchrode als Ersatzbau für das alte Gebäude in der Südstadt. Grünen-Ratsherr Michael Dette lobte, dass es gelungen ist, der städtischen Berufsfeuerwehr an diesem Standort dann auch die Aufgaben der Messe-Werksfeuerwehr zu übertragen. Linken-Politiker Oliver Förste kritisierte, dass ein Privatunternehmen den Bau ausführt und anschließend an die Stadt vermietet - das sei auf lange Sicht stets teurer. Dieter Küßner (CDU) prangerte erneut die „katastrophalen Zustände“ in der bisherigen Wache in der Südstadt an.

Wasserstadt: Nach kontroverser Debatte legten die Politiker fest, dass in der geplanten Wasserstadt Limmer 1600 bis 1800 Wohnungen gebaut werden sollen. Vertreter von Rot-Grün betonten, dies zeige, wie ernst man Bürgerbeteiligung nehme, schließlich sei zwischenzeitlich von bis zu 2200 Wohnungen die Rede gewesen. Vertreter der Opposition bezeichneten das als „Farce“.

Wohnbündnis: CDU und FDP kritisierten, dass die Treffen von Oberbürgermeister und Wohnungswirtschaft ohne Öffentlichkeit stattfinden sollen. Ein Antrag der CDU, zumindest Ratspolitiker einzuladen, fand aber keine Mehrheit.

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