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Aus der Stadt "Steintorplatzbebauung – wo ist das Problem?"
Hannover Aus der Stadt "Steintorplatzbebauung – wo ist das Problem?"
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00:17 20.02.2016
Von Bernd Haase
Die Debatte um die Bebauung des Steintorplatzes ist noch nicht abgeschlossen. Quelle: Winternheimer/Llorens
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Hannover

Auf dem Podium saßen dieses Mal Architekten und Landschaftsplaner, sämtlich Befürworter des Projekts, bei dem zwei sechsgeschossige Wohn- und Geschäftshäuser entstehen sollen. "Ich will als Auswärtiger kapieren, wo das Problem ist", sagte Prof. Markus Neppl. Der Stadtplaner aus Köln war vor einigen Jahren Mitglied der Jury des Architektenwettbewerbs zur Neugestaltung der Langen Laube, bei dem der Steintorplatz auch schon eine Rolle gespielt hatte. Bei der anschließenden Diskussion mit dem Publikum gab es eine Antwort. "Man kann einen Platz nicht aufwerten, indem man ihn bebaut", sagte Jens Pilawa, der das Projekt schon deshalb ablehnt, weil es einen Tunnelbau für die Stadtbahn erschweren würde. Pilawa nannte die Bebauung eine "Barrikade", ein anderer Zuhörer sprach von "unmotivierten Gebäuden."

Die Protagonisten auf dem Podium sehen die Dinge anders. "Man muss jetzt etwas tun, weil die Innenstadtränder Hannovers nicht mehr passen", sagte Wolfgang Schneider, Vorsitzender der Architektenkammer Niedersachsen. Karin Kellner, ebenfalls Architektin, sagte, die Stadt sei in diesem Bereich zu wenig feingliedrig. "Die Bebauung wird gut tun. Wir werden mit ihr Zufriedenheit erreichen", lautete ihre Prognose.

Gemessen an den diversen Reaktionen aus dem Publikum ist das noch nicht ausgemacht. Sowohl für kritische als auch für lobende Stimmen gab es Beifall - in jeweils ähnlicher Resonanz.

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