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Hannover wird jetzt doch Bildungsregion

Vertragsunterzeichnung Hannover wird jetzt doch Bildungsregion

Oberbürgermeister Stefan Schostok und Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt haben am Montag einen Kooperatiosvertrag in der Grundschule am Goetheplatz unterzeichnet. Dieser soll die Zusammenarbeit von Stadt und Land bei den Schul-Übergängen in der Lerngeschichte von Kindern stärken.

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Regionspräsidentin Angelika Walther, Oberbürgermeister Stephan Schostok, Frauke Heiligenstadt und Matthias Brodowy mit Schülern der Grundschule am Goetheplatz.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Die Stadt will damit vor allem die Übergänge in der Lerngeschichte des einzelnen Kindes, also der Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule oder von dort auf die weiterführende Schule, aber auch zur berufsbildenden Schule besser begleiten. Über sogenannte Bildungskonferenzen sollen alle Beteiligten Themen einbringen und Verabredungen zur stadtteilbezogenen Zusammenarbeit treffen. Bereits vorhandene Netzwerke sollen dabei eingebunden werden.

„Kinder denken nicht in Institutionen“, sagte Heiligenstadt. Die Kooperation von Stadt und Land sei wichtig für den Bildungserfolg junger Menschen. Gute Bildung aus einem Guss – von der Krippe bis zum Volkshochschulkursus für Erwachsene – sei ein echter, harter Standortfaktor. Landesweit gibt es derzeit knapp 25 Bildungsregionen, das Land stellt dafür Lehrer als sogenannte Bildungskoordinatoren zur Verfügung. Bis 2017 will das Land die Förderung der Bildungsregionen auf dann zwei Millionen Euro aufstocken. Jede Region bestimmt ihren Schwerpunkt selbst, mal geht es um einen engen Kontakt von Schule und Betrieben, mal um Schulverbünde oder um Ganztagsschulen und Sportvereinen.

Hannover richtet zum 1. Oktober ein Bildungsbüro ein, hinzu kommen dann zwei Lehrer als Bildungskoordinatoren, die dafür zum Teil von ihrer Unterrichtsverpflichtung freigestellt werden. Besser abgestimmt werden soll auch die Arbeit von Schulverwaltung und Jugendhilfe. Ursprünglich sollte der Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Land schon vor den Sommerferien abgeschlossen werden, aber Eltern- und Jugendhilfevertreter hatten das Ursprungskonzept zunächst als zu schwammig kritisiert. 

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