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Aus der Stadt Stephan Weil eröffnet den neu gestalteten Kröpcke
Hannover Aus der Stadt Stephan Weil eröffnet den neu gestalteten Kröpcke
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22:47 11.11.2012
Von Mathias Klein
Der neu gestaltete Kröpcke wurde am Sonntag unter anderem mnit einem Laternenumzug eröffnet. Quelle: Nico Herzog
Hannover

„Es war eine sehr schwierige Baustelle“, sagte Weil. Die Passanten hätten sich zeitweise wöchentlich neue Wege zwischen den Bauzäunen suchen müssen. „Aber es hat sich gelohnt“, sagte der Oberbürgermeister. Die Umgestaltung sei deshalb wichtig, weil am Kröpcke „das Herz der Stadt schlägt“. Nach und nach könnten Hannoveraner ebenso wie Besucher der Stadt sehen, dass die Innenstadt zunehmend attraktiver werde.

Dazu trägt auch das umgestaltete Kröpcke-Center bei. Der einstige Betonklotz wurde mit einer Fassade aus Glas und Naturstein völlig neu modelliert, die oberen Stockwerke wurden abgetragen. Im Zusammenhang mit dem Umbau des Kröpcke-Centers gestaltete die Stadt auch den Platz neu. Zunächst dichteten Arbeiter die Passarellendecke ab, anschließend erneuerten sie das Pflaster. Die Kosten betragen rund 3,4 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Stephan Weil eröffnete am Sonntag zusammen mit Schauspielern des GOP-Musicals „Dschungelbuch“ den umgebauten Kröpcke. Nach Einbruch der Dunkelheit startete dort der größte Martinsumzug Hannovers.

Die Eröffnung des Kröpckes markiert einen von drei Bauabschnitten, in denen die Innenstadt aufgewertet wird. Nach dem Winter beginnen die Bauarbeiter mit Arbeiten in der Karmarschstraße. Wenn sie abgeschlossen sind, soll der ganze Bereich zwischen Hauptbahnhof und Markthalle einheitlich gestaltet sein. Um die Straße für Fußgänger attraktiver zu machen, lässt die Stadt zwischen dem Platz der Weltausstellung und der Georgstraße Pflanzkübel, Bänke und Poller zum Sitzen aufstellen.

Zuvor haben die Stadtplaner bereits den Opernplatz gestalterisch an den Kröpcke herangeführt, indem sie in der Georgstraße zwischen Kröpcke und Ständehausstraße Platten aus Sandstein und Gneis einfügen ließen. Ansonsten besteht das Pflaster in der Innenstadt hauptsächlich aus Betonplatten mit Natursteinvorsätzen. Um die Steine gab es verschiedentlich politischen Streit. Ratsleute von CDU und FDP kritisierten die Pflastersteine als „zu rutschig“.

Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, lobte daher am Sonntag die Pflasterung ausdrücklich. Große Steine mit möglichst schmalen Fugen seien ideal. „Man muss bedenken, dass 80 Prozent der Kaufentscheidungen von Frauen getroffen werden“, sagte er. Deshalb sei es wichtig, dass die Innenstadt ein Pflaster habe, das auch mit dünnen, hohen Absätzen keine Probleme bereite.

Rund 250.000 Menschen waren nach Schätzungen Prenzlers zum verkaufsoffenen Sonntag gekommen. Für die Geschäftsleute sei dieser Sonntag so etwas wie der Auftakt zum Weihnachtsgeschäft, sagte er. Am Sonntag nutzten vor allem viele Familien die Gelegenheit, sich in der Innenstadt nach möglichen Weihnachtsgeschenken umzusehen. „Das Wetter war einfach ideal für einen Nachmittag in der City“, sagte Prenzler, „nicht zu gut und nicht zu schlecht.“ Die Händler seien zufrieden mit dem Geschäft.

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