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Glyphosat gegen Kröten? Strafantrag gestellt

Kleingärten Glyphosat gegen Kröten? Strafantrag gestellt

Mit einem "Total-Herbizid" soll der Eigentümer einer ehemaligen Kleingartenfläche an der Zuschlagstraße Amphibien-Laichgewässer zerstört haben. Die hannoversche Kreisgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hat Strafantrag gestellt.

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Laichgewässer planiert und vergiftet? Das Gelände an der Zuschlagstraße.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Die hannoversche Kreisgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hat Strafantrag gegen die Eigentümer der ehemaliger Kleingartenfläche Bischofshol an der Zuschlagstraße (Kirchrode) gestellt. Dort seien Amphibien-Laichgewässer zerstört worden, als Lauben abgerissen und Flächen planiert wurden. Die Flachgewässer seien „mit einem Total-Herbizid behandelt“, möglicherweise Glyphosat getränkt, dann umgepflügt und neu eingesät worden, so der Vorwurf der BUND-Aktivisten.

Die Umweltorganisation hatte im Frühjahr Laichwanderungszäune an der Zuschlagstraße installiert - mit vielen ehrenamtlichen Helfern, wie man betont. Doch die Zählung der registrierten Amphibien habe jetzt ergeben, dass offenbar viele der Tiere am Eilenriederand die Zerstörung der Laichgebiete nicht überlebt hätten. Das ehemalige Kleingartengebiet liegt an der Bemeroder Straße, dort grenz direkt die östliche Eilenriede mit dem Landwehrgraben an.

Um das 45.000 Quadratmeter große Gebiet gibt es seit Jahren Ärger. Eine private Investorengemeinschaft hatte es bereits 2010 von der Fleischerinnung  Hannover gekauft und die 75 Parzellennutzer gekündigt. Man hoffe darauf, dass langfristig Wohnbauland aus dem Gebiet werde, hatte einer der Investoren damals gegenüber der HAZ gesagt. Die Stadt aber war unzufrieden mit der Art des Umgangs mit den Kleingärtern, sie schloss eine Umwandlung in Wohnbauland aus. Seitdem liegt das Gelände brach, trotz Wohnungsmangel in Hannover und einer sehr nahen Stadtbahnstation. Kurios: Nach HAZ-Informationen hatte die Stadt damals selbst auf das Gelände geboten, war aber nicht bereit, so viel zu zahlen wie die beiden Privatinvestoren. Dem Vernehmen nach wollte auch sie daraus Wohnbauland machen.

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