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Strammes Programm bei der Langen Nacht der Museen in Hannover

Stillleben und Lichteffekte Strammes Programm bei der Langen Nacht der Museen in Hannover

Am Anfang ist für Rikus eines klar: Die modernen Kunstwerke sind „langweilig“. Der Zehnjährige hatte bei der Langen Nacht der Museen in Hannover an einer in der Kestnergesellschaft angebotenenen Führung für Kinder teilgenommen. Und die Mühe von Museumsführerin Rena Onat hat sich gelohnt.

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Eine Geigerin bei einer Kunstaktion in der Kestnergesellschaft.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Nach dem halbstündigen Rundgang durch die Ausstellung von André Butzer sowie von Jos de Gruyter und Harald Thys hat Rikus, der mit seinen Eltern und seiner achtjährigen Schwester Maris häufiger in Museen unterwegs ist, seine Sicht auf moderne Kunst geändert. „Die Fotos sind witzig“, sagt der Schüler jetzt zu den fotografierten Stillleben von Sperrmüllobjekten.

Insgesamt 6000 Besucher waren am Sonnabend bei der 13. Langen Nacht der Museen unterwegs, das sind rund 400 weniger als im vergangenen Jahr. Vermutlich gehe der Rückgang auf das nicht ganz so gute Wetter zurück.
Zum Bedauern vieler Besucher zerschlug sich die bei der Eröffnung des Abends von Kulturdezernentin Marlis Drevermann geäußerte Hoffnung, dass es nicht regnen werde. Die kräftigen Schauer sorgten zumindest dafür, dass die Kulturbusse der Üstra, die gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk die Besucher zu den 19 beteiligten Ausstellungsräumen brachten, gut ausgelastet waren.

In der Nacht zum Sonntag fand in Hannover die "Nacht der Museen" statt. 19 Häuser vom Neuen Rathaus über das Landesmuseum bis zur Kestnergesellschaft haben dafür ihre Türen geöffnet.

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Familie Müller verzichtete allerdings auf die Busse und bewältigte bei ihrer ersten Museumsnacht ein strammes Programm mit den Fahrrädern. „Wir haben die vergangenen Jahre vor lauter Arbeit die ganzen schönen Angebote nicht so richtig wahrgenommen“, sagte Familienvater Thomas Müller. Vor einigen Wochen waren sie erstmals bei der langen Theaternacht. Die Karten für den vergangenen Sonnabend hatten sie geschenkt bekommen, das Programm konnten sie erst am Abend zusammenstellen. „Bei uns im Umland wird so etwas nicht verteilt“, berichtet der 50-Jährige. Das Landesmuseum war die zweite Station der vierköpfigen Familie. Dort gab es nicht nur die üblichen Objekte zu sehen – das ganze Haus präsentierte sich im Zeichen des Orients. So wurden dort Märchen aus Tausendundeiner Nacht erzählt, wer wollte, konnte die Grundbegriffe des orientalischen Tanzes erlernen, und vor allem Mädchen standen Schlange, um sich Arme und Hände mit Henna-Malerei verzieren zu lassen.

Unter Strom: Bei der „Nacht der Museen“ öffnen am Sonnabend 19 Häuser in Hannover ihre Türen.

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Wie die Müllers mit fünf unterschiedlichen Stationen hatten sich offenbar auch andere Besucher der Langen Nacht ein strammes Programm vorgenommen. Die Pressesprecherin der Stadt, Anja Menge, sprach von 35.000 Besuchen in den einzelnen Häusern, damit hätten alle Besucher in diesem Jahr ein Museum mehr besucht als noch im Vorjahr.

Einer der Höhepunkte war sicherlich „Light on Hannover“, ein großes Spektakel mit Licht und Klang von Stadtarchiv und Fachhochschule. Sie boten in der riesigen Haupthalle des Neuen Rathauses eine halbstündige Reise durch die Geschichte der Landeshauptstadt.

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