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Straße am Holland-Pavillon gesperrt

Sturmschäden Straße am Holland-Pavillon gesperrt

Nach dem Sturm in der vergangenen Woche hat die Stadt die Straße am Expo-Pavillon der Niederlande sperren lassen. Es hätten sich Bauteile gelöst, teilte ein Stadtsprecher gestern mit. Man beauftrage eine Baufirma, die loses Material auf dem 47 Meter hohen Gebäude „abtragen und entfernen“ solle.

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Architekturikone, Problemgebäude: Sperrung am Pavillon. Foto: Dröse

Quelle: Rainer_Droese

Hannover. Offenbar hatte es während des Sturms „Thomas“ Meldungen über lose Bauteile gegeben. Daraufhin hatte die Stadt eine Begutachtung vorgenommen und festgestellt, dass „weitere Bauteile locker waren und herunterzufallen drohen“. Daraufhin wurde die Straße Boulevard de Montreal kurzfristig gesperrt. Die Verhandlungen mit der Baufirma liefen. Wann geräumt wird, stehe noch nicht fest, sagt Sprecher Alexis Demos: „Aber wir haben ein Interesse daran, dass es schnell passiert.“

„Ersatzvornahme“ nennt sich das: Die Stadt lässt Arbeiten ausführen und stellt sie nachher dem Eigentümer in Rechnung. In der Regel ist das ein Indiz dafür, dass die Kommunikation mit dem Eigentümer nicht funktioniert oder die Stadt Zweifel hat, dass er die notwendige Sicherung selbst vornehmen würde. Das Gebäude war nach der Expo vom Projektentwickler Heinrich Körper gekauft worden, der verschiedene Ideen für eine Nutzung erarbeitet, aber nie zur Realisierungsreife gebracht hat. Seit seinem Tod ist Sohn Olaf Körper aus München verantwortlich - doch getan hat sich seitdem nichts.

Das architektonisch anspruchsvolle Gebäude stammt vom niederländischen Büro MVRDV, das zur Expo mit der Idee der gestapelten Landschaften dem Flächenproblem der Niederlande ein Denkmal gesetzt hat. International gilt der Pavillon zwar als Architekturikone. In den letzten Jahren aber macht er Schlagzeilen nur wegen Brandstiftungen, Beinbrüchen und bierseligen Klettertouren, die Verwahrlosung schreitet voran. 2014 hatte die Baupolizei dem Eigentümer eine Zwangsverfügung zugestellt, das ruinenhafte Gebäude gegen unbefugtes Betreten zu sichern. Trotzdem war der provisorische Bauzaun vielfach durchlöchert, die Stadt musste das Schließen der Absperrung mehrfach anmahnen.

Die Rufe nach einem Abriss der weithin sichtbaren Immobilie sind unterdessen weitgehend verstummt. Im Anliegerverein Expo-Park drängt Sprecher Stefan Schlutter darauf, endlich eine Nutzung zu finden, die einen wirtschaftlichen Betrieb erlaubt - etwa als Veranstaltungszentrum mit aufgesetztem Dachrestaurant. „In anderen Städten würde man viel dafür geben, solch ein Gebäude vorzeigen zu können“, sagt Schlutter. Zunächst aber müssen jetzt erst mal wieder Arbeiter anrücken und gefährliche Mängel beseitigen. Der Eigentümer war auch für die HAZ nicht zu erreichen.

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