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Streik und volle Straßen in Hannover
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Öffentlicher Dienst Streik und volle Straßen in Hannover

Mit Warnstreiks im Nahverkehr, in Kindergärten und bei der Müllabfuhr hat in Hannover die zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst begonnen. "Die Straßen sind voll", sagte ein Polizeisprecher. Besonders betroffen: Innenstadt und City-Ring. Entwarnung wird es vorerst nicht geben.

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Auto statt Bahn: Volle Straßen in Hannover.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Heute rollt die zweite Streikwelle im öffentlichen Dienst. Auch in Hannover legen die Beschäftigte die Arbeit nieder. Geschlossene Ämter, verwaiste Üstra-Haltestellen und mancherorts auch volle Mülltonnen.  

"Die Straßen sind erwartungsgemäß vor allem zwischen 8 und 9 Uhr voll gewesen", sagte ein Polizeisprecher. "Es kam immer wieder zu Staus, weil viele Berufstätige heute auf das Auto ausweichen müssen." Auch am späten Nachmittag müsse man mit starken Verkehrsbehinderungen rechnen.

Denn: Busse und Bahnen der Üstra fahren den gesamten Tag über nicht. „Wir bestreiken heute den gesamten Bereich des öffentlichen Dienstes“, sagte Verdi-Sprecher Ulf Birch am Montagmorgen. Der Streik dauere 24 Stunden. Bis zum Betriebsschluss um 3 Uhr am Dienstagmorgen seien alle Busse und Bahnen außer Betrieb, sagte ein Mitarbeiter der Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra.

Zu massiven Behinderungen ist es auch am Vormittag gekommen, denn Hannover ist Schauplatz der zentralen Kundgebung der Gewerkschaften. Auf der großen Kundgebung auf dem Opernplatz versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 18.000 Beschäftigte. Ver.di zählte mehr als 20.000 Streikende - deutlich mehr als die Gewerkschaft zuvor erwartet hatte.

Auf dem Platz herrschte Partystimmung. Bei strahlendem Sonnenschein und Musik tanzten einige Demonstranten, von einer Bühne schallte es: „Warum sind wir hier? Weil wir es wert sind!“ Dazu waren laute Trillerpfeifen und Rasseln weithin zu hören.

6,5 Prozent mehr Gehalt

Bereits Anfang des Monats hatten die Gewerkschaften mit Warnstreiks in ganz Deutschland ihren Forderungen in der Tarifauseinandersetzung Nachdruck verliehen. Sie verlangen 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr für die Bezieher kleinerer Einkommen.

Die Arbeitgeber - Bund und Kommunen - haben ein Stufenmodell angeboten, das nach ihrer Rechnung im zweiten Jahr auf ein Lohnplus von 3,3 Prozent hinauslaufen würde. Nach Gewerkschaftsrechnung würde damit der Lohn jedoch über die gesamte Zeit im Monatsschnitt nur um 1,77 Prozent steigen. Dies sei unter Inflationsausgleich und damit nicht akzeptabel.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 28. und 29. März angesetzt.

dpa/kas

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