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Aus der Stadt Eilenriedebeirat kritisiert die Stadt
Hannover Aus der Stadt Eilenriedebeirat kritisiert die Stadt
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07:40 18.02.2014
Von Mathias Klein
Wie viel Holz darf geschlagen werden? Um die Fällungen in der Eilenriede gibt es Streit. Quelle: Archiv
Hannover

Zunächst verweigerte der Beirat die Zustimmung einer Vorlage der Stadt zu der Frage, wie viel Holz in Hannovers Stadtwald jährlich geschlagen werden darf. Das Thema ist in Hannover seit Jahren umstritten.

Der Beirat störte sich an einer Formulierung des neuen Forstbetriebswerks der Stadtverwaltung. Der Wortlaut in dem Papier der Verwaltung sei „unvollständig und irreführend“, kritisierten verschiedene Mitglieder. Die im Ausschuss anwesenden Vertreter der Forstverwaltung weigerten sich allerdings, das Papier zurückzuziehen und zu korrigieren, bevor es im städtischen Umweltausschuss und in der Ratsversammlung beraten wird. Der Eilenriedebeirat kippte die Vorlage daraufhin mit knapper Mehrheit.

Auch in einem zweiten Punkt geriet die Verwaltung in die Kritik: Sie fühlten sich dabei behindert, über schützenswerte Altbäume zu debattieren. Eine Liste von Bäumen hatten die städtischen Forstmitarbeiter nur in wenigen Exemplaren ausgedruckt mitgebracht. „So kann man hier nicht vernünftig arbeiten“, sagte Georg Wilhelm vom Umweltverband BUND. Er sprach sogar von einer Blockade durch die Verwaltung. Schließlich hätte die Forstverwaltung den Beiratsmitgliedern die Liste auch per Mail vor der Sitzung zukommen lassen können.

 Zahl der Tiere im Tiergarten: In der Sitzung berichtete die Forstverwaltung auch über die Zahl der Tiere im hannoverschen Tiergarten. Demnach leben auf der 80 Hektar großen Fläche zurzeit rund 125 Stück Damwild. Hinzu kommen pro Jahr rund 60 Nachwuchstiere. Außerdem befinden sich in den weitläufigen umzäunten Arealen fünf Wildschweinrudel mit jeweils fünf bis 20 Tieren Nachwuchs pro Jahr sowie zahlreiche Rehe und Rotwild.

Zwischen Anfang November und Dezember werden etliche Tiere durch die Förster erschossen, damit der Bestand nicht zu groß wird. Das Fleisch verkauft die Forstverwaltung anschließend an die Bürger, die stets in großer Zahl kaufen. Tierschützer kritisieren diese Praxis seit Jahren.

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