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Aus der Stadt Dezernentin bekennt sich zum Standort der IGS-Südstadt
Hannover Aus der Stadt Dezernentin bekennt sich zum Standort der IGS-Südstadt
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00:17 09.02.2018
Rund 120 Eltern und Schüler sind zur Infoveranstaltung in die Turnhalle der IGS-Südstadt gekommen. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

 Eigentlich sollten in den kommenden Wochen die Arbeiten für den Erweiterungsbau der IGS-Südstadt starten. Nach dem Baustopp durch das Verwaltungsgericht Hannover herrscht jetzt bei Eltern und Schülern große Ratlosigkeit, ein Verwaltungsvertreter spricht sogar von „Dilemma“. Das wird am Dienstagabend deutlich. Schuldezernentin Rita Maria Rzyski hatte zum Informationsabend in die Turnhalle der Schule geladen und rund 120 Eltern und Schüler waren gekommen. 

Rzyski hatte gleich eine Handvoll Experten der Stadtverwaltung mitgebracht. Und diese mühten sich die Sorgen der Eltern zu zerstreuen. Die Verwaltung setzt jetzt auf ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg (OVG), das – so die Hoffnung – im Sinne der Stadt sowie der Schüler und Eltern ausfällt. Aber das OVG entscheidet voraussichtlich erst im April oder im Mai, dann dürfen die 26 Bäume, die dem neu geplantem Ostflügel im Weg stehen, wegen der Baumschutzsatzung nicht gefällt werden. Dann könnte mit den Bauarbeiten erst im Herbst oder Winter gestartet werden, machte Stadtplaner Hans-Heiner Schlesier deutlich. Sollte das OVG zugunsten der Anwohner entscheiden, will die Stadt den Bebauungsplan so ändern, damit keine weiteren Klagen gegen die Schulerweiterung möglich sind. Ein Vater sagte, es mache ihn „fassungslos“, dass die Stadt nicht gleich den Bebauungsplan geändert habe, als die Anwohner mit Klagen gedroht hätten.

Eltern und Lehrer sorgen sich jetzt vor allem, wie es mit der im Zuge des Neubaus geplanten Sanierung der Schule vorangeht. „Wir arbeiten derzeit an einer Lösung“, betonte Rzyski. Es liefen zahlreiche Gespräche. Offenbar geht es darin darum, ob Teile der Schule während der Sanierungsarbeiten in anderen Gebäuden untergebracht werden. „Der derzeitige Zustand ist keineswegs akzeptabel“, sagte Schulleiterin Julia Grunewald unter dem Beifall der Besucher der Infoveranstaltung. Es fehle in der Schule einfach eine Menge. Die Räume können nach Aussage der Experten nicht saniert werden, während der Betrieb weiterläuft. 

Schuldezernentin Rzyski bekannte sich klar zum Standort der IGS-Südstadt. Die Stadt arbeite weiterhin an dem Antrag zur Einführung der Oberstufe an der IGS. 

Ende Januar hatte das Verwaltungsgericht dem Eilantrag von Anwohnern gegen die Schulerweiterung statt gegeben, weil die Stadt als Genehmigungsbehörde sich über ihren eigenen Bebauungsplan hinweggesetzt hatte. Das Schulzentrum in dem Wohngebiet soll erheblich erweitert werden, unter anderem um eine Sporthalle, eine Kindertagesstätte und eine Mensa.

Von Mathias Klein

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