Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Gewerkschaft Verdi will rechtliche Schritte einleiten

Streit um verkaufsoffenen Sonntag Gewerkschaft Verdi will rechtliche Schritte einleiten

Während Hunderttausende den verkaufsoffenen Sonntag in Hannover genossen, kam es in Garbsen zum Eklat: Dort hatte Möbelhändler Hesse trotz gerichtlichen Verbots geöffnet. Die Gewerkschaft Verdi rief am Nachmittag die Polizei - die jedoch nichts unternahm. Die Gewerkschaft kündigte am Montag an, eine Klage zu prüfen. 

Voriger Artikel
Alkoholverbot in der Üstra kommt gut an
Nächster Artikel
Kinderwagen am Canarisweg in Brand gesteckt

Möbel Hesse am Sonntag.

Quelle: Riedel

Hannover. Nach den Auseinandersetzungen um den verkaufsoffenen Sonntag in Garbsen will die Gewerkschaft Verdi rechtliche Schritte einleiten. "Wir werden das nicht so stehen lassen", sagte verdi-Sekretärin Juliane Fuchs am Montag der HAZ. In Garbsen hatte das Möbelhaus Hesse am Sonntag seine Tore geöffnet, obwohl das Verwaltungsgericht Hannover am Freitag entschieden hatte, dass eine Sonntagsöffnung unzulässig wäre.

Die Gewerkschaft prüft nach Angaben von Fuchs nun, ob man etwa eine Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Garbsen einlegt oder auch ein Vorgehen direkt gegen Hesse möglich ist. Verdi habe der Stadt bereits Anfang März dargelegt, dass das Konzept für den geplanten verkaufsoffenen Sonntag am 2. April nicht ausreiche.

doc6ubuahmutxudse6562b

Fotostrecke Garbsen: Verdi schickt Polizei zu Möbel Hesse

Zur Bildergalerie

Inhaber Robert Andreas Hesse begründete am Montag, warum er das Möbelhaus trotz des Gerichtsentscheides öffnete. "Wir haben diesen Tag mit einer größeren, überregional angelegten Werbekampagne in Zeitungen, Rundfunk und Social Media beworben und dann erst am späten Freitagvormittag von der Entscheidung des Verwaltungsgerichts erfahren. Hätten wir nicht geöffnet, hätten viele, viele Menschen, die eine weitere Anfahrt hatten, vor verschlossenen Türen gestanden."

Die Stadt Garbsen hatte den verkaufsoffenen Sonntag genehmigt, ehe das Gericht diese Erlaubnis kassierte. Hesse wünscht sich für die Zukunft mehr "Planungssicherheit, jetzt muss man immer noch bis zum Schluss bibbern". 

Was meinen Sie?

Streit um den verkaufsoffenen Sonntag: Weil in Garbsen Geschäfte trotz Verbots geöffnet hatten, will Verdi klagen. Was halten Sie davon?

Einen ähnlichen Konflikt hatte es 2016 in Altwarmbüchen gegeben. Dort hatte ein Gericht die von der Stadt erteilte Sonntagsöffnung angezweifelt. Die Händler zogen den Antrag zurück und stellten kurzfristig einen neuen – von dessen Genehmigung die Gewerkschaft nichts mitbekam und daher nicht klagte. Die Geschäfte öffneten, Verdi war sauer. Von der Gewerkschaft hieß es damals, in Einkaufszentren könne es grundsätzlich keine Sonntagsöffnungen geben, weil dort keine Veranstaltung denkbar sei, die mehr Strahlkraft entfalte als der Einkaufssonntag.

In der Innenstadt dagegen hatte die City-Gemeinschaft diesmal ein großes Festprogramm rund ums Fahrrad initiiert. Die Stadt war voll, „auch mit den Umsätzen sind wir sehr zufrieden“, sagt Geschäftsführer Martin Prenzler. „Wir hatten deutlich mehr Kunden als in den Vorjahren“, sagt auch Galeria-Kaufhof-Geschäftsführer Hans Walaschek. Schulranzen und Frühjahrsmode hätten hoch im Kurs gestanden. Prenzler forderte dennoch eine Reform des niedersächsischen Ladenöffnungszeitengesetzes. Es sei nicht tragbar, dass verkaufsoffene Sonntage kurzfristig abgesagt würden: „Geschäftsleute brauchen Rechtssicherheit.“

Hunderttausende kamen am Sonntag in die City zum Verkaufsoffenen Sonntag. Fotos: Kutter

Zur Bildergalerie

Von Bernd Riedel, Simon Benne, Gunnar Menkens und Conrad von Meding

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Das sind die Plätzchen der HAZ-Leser

Einhörner, Nikoläuse und Schneemänner: Die HAZ-Leser waren fleißig und haben Plätzchen gebacken. Und die sehen richtig lecker aus.