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Aus der Stadt Streit zwischen Region und Üstra spitzt sich zu
Hannover Aus der Stadt Streit zwischen Region und Üstra spitzt sich zu
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00:16 28.04.2016
Von Mathias Klein
Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Die Auseinandersetzung zwischen der Regionsspitze um Regionspräsident Hauke Jagau und dem Vorstand der Üstra spitzt sich in dieser Woche zu. Am Dienstagnachmittag tagt hinter verschlossenen Türen der Regionsausschuss. Außerdem soll es um Verhandlungen mit dem Üstra-Vorstand gehen. Die Regionsspitze wirft den beiden Üstra-Vorständen André Neiß und Wilhelm Lindenberg vor, sie hätten sich mit der Auszahlung der Mitarbeiterprämie über bestehende Verträge hinweggesetzt.

Am Freitag tagt dann der Aufsichtsrat der Üstra. Obwohl es dort eigentlich um die Bilanz für das Geschäftsjahr 2015 gehen soll, dürfte der Streit zwischen den Vorständen und Jagau die anderen Themen der Beratung überdecken. Sowohl Mitglieder des Üstra-Aufsichtsrats als auch des Regionsausschusses vermuten, dass Regionspräsident Jagau Neiß und Lindenberg loswerden will. Weder der Üstra-Vorstand noch die Region wollten sich am Montag zu dem Thema äußern.

„Keine Selbstbereicherung“

„In dem Fall der Bonuszahlungen hat Üstra-Vorstand eigenmächtig gehandelt, der sich aber nicht selbst bereichert“, sagt ein Aufsichtsratsmitglied. Die Angelegenheit sei zu heilen, die Frage sei allerdings, ob Jagau das auch wolle. „Selbstständiges Handeln ist bei ihm nicht erwünscht.“

Wie berichtet, hatte die Üstra im vergangenen Jahr den Mitarbeitern insgesamt 1,4 Millionen Euro als Bonus ausbezahlt, jeder Mitarbeiter des Verkehrsbetriebs hatte 750 Euro erhalten. In einer ersten Stellungnahme der Regionsverwaltung zu den Zahlungen heißt es sinngemäß, dass das Planziel der Kundenzufriedenheit wegen einer großen Anzahl von Verspätungen nicht erreicht worden sei. Deshalb hätte das Geld nicht an die Mitarbeiter ausgezahlt werden dürfen.

Gerangel zwischen Üstra und Region

Neiß und Lindenberg hatten die Regionsverwaltung bereits vor Wochen aufgefordert, unter die Angelegenheit einen Schlussstrich zu ziehen. Zwar habe man tatsächlich das vorgegebene Ziel für die Auszahlung des Bonus knapp verfehlt. Dennoch sei das Jahr 2014 „außerordentlich erfolgreich“ verlaufen, hatte Neiß betont. Das habe der Vorstand der „motivierten Belegschaft kundtun wollen“ und deshalb den Bonus gezahlt.

In der Vergangenheit sind der Vorstand des Verkehrsunternehmens und Jagau häufig aneinandergerasselt. Beispielsweise hatte Neiß zum Ärger Jagaus die Debatte um den Bau eines Tunnels für die D-Linie wiederbelebt. Und er hielt auch noch an der Variante fest, als die Region aus Kostengründen die oberirdische Linienführung befürwortete. Später wies Neiß verschiedentlich auf Risiken für den Betrieb hin, die mit der City-Strecke verbunden sind. Gerangel gab es auch um die Reform des Großraum Verkehr Hannover (GVH). Als die Region dort selbst die Zügel in die Hand nahm, leistete die Üstra lange Widerstand.     

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