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Strengere Regeln für Straßenmusiker geplant

Städtevergleich in Niedersachsen Strengere Regeln für Straßenmusiker geplant

Für Straßenmusiker kann es sich im Norden durchaus lohnen, gelegentlich die Stadt zu wechseln: Von Zeitfenstern bis hin zu Tagestickets lassen sich Kommunen allerhand einfallen, um die Live-Musik im öffentlichen Raum zu begrenzen. Hannover lässt Straßenmusikern besonders viel Spielraum, will aber bald strengere Regeln beschließen.

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Der Straßenmusiker Peew spielt in der Fußgängerzone in Hannover mit seinem Akkordeon.

Quelle: dpa

Hannover. „Jede Kommune kann ihre eigenen Regeln festlegen. Jeder bezeichnet ja auch etwas anderes als Musik“, sagt Thorsten Bullerdiek vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund. Die Regeln seien abhängig davon, welche Erfahrungen die Städte in der Vergangenheit gemacht hätten.  

Hannover: Derzeit spielen Straßenmusiker in Hannover noch fast an jeder Ecke, doch das soll sich bald ändern. Nach der Sommerpause will die Stadt strengere Regeln beschließen. Lediglich an ausgewählten Plätzen in der Innenstadt und der Lister Meile soll künftig draußen gespielt werden dürfen. Zwischen 12 und 20 Uhr soll es den Musikern gestattet werden, jeweils in der ersten halben Stunde zu musizieren. Strafen muss aber bei Nicht-Einhaltung offenbar keiner fürchten: Man wolle auf Deeskalation und Dialog setzen, heißt es aus der Stadtverwaltung.  

 Lüneburg: In Lüneburg waren die Erfahrungen mit Straßenmusikanten nicht nur positiv: „Ärzte konnten den Herzschlag ihres Patienten nicht mehr hören, weil draußen jemand 'Ti Amo' schredderte“, erzählt Joachim Bodendieck aus der Stadtverwaltung. Musiker müssen hier pro Tag 3,50 Euro zahlen und benötigen eine Sondernutzungserlaubnis. Mit dieser dürfen sie jedoch nur in bestimmten Zeitfenstern zweimal eine halbe Stunde in festgelegten Zonen spielen. „Ein Vorspielen ersparen wir uns aber“, so Bodendieck.  

Göttingen: Die Göttinger Musiker haben etwas mehr Freiraum, sollen sich allerdings häufiger eine Pause gönnen: Nach 20 Minuten Spielzeit müssen sie ebenso lange still sein, bevor sie an einem anderen Ort weitermachen. Fromme Anwohner dürfen sie dabei jedoch nicht beim wöchentlichen Kirchgang stören, denn am Wochenende ist Straßenmusik laut Regelwerk „nur nach den üblichen Gottesdienstzeiten“ erlaubt. Geld verdienen darf man hier nur mit Live-Darbietungen, der Verkauf von CDs ist - wie übrigens auch in Lüneburg - nicht gestattet. Laute Trommeln müssen auch zuhause bleiben.  

Bremen: Der liberalen Entscheidung von Bremen ist anzumerken, dass Stadtmusikanten hier zum Alltag gehören. Die Stadt weist ihre Musiker lediglich an, alle 30 Minuten den Ort zu wechseln.  

Braunschweig: Ähnlich ist die Lage in Braunschweig, wo lediglich der Verkauf von Tonträgern untersagt ist.  

Emden: Während es fast überall verboten ist, Instrumente elektronisch zu verstärken, ist das in Emden erlaubt. Dort gibt es gar keine ausdrücklichen Regeln. Allerdings gibt es laut Informationen der Stadt auch kaum aktive Straßenmusiker.

dpa

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