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Stromleitung für Kiosk in Hannover soll 25.000 Euro kosten

Kröpcke Stromleitung für Kiosk in Hannover soll 25.000 Euro kosten

Mitten in der Stadt gibt es für eine Kioskbetreiberin angeblich keine Möglichkeit für einen unkomplizierten Stromanschluss. Einem Angebot der Stadtwerke zufolge müssen wenige Meter Kabel für 25.000 Euro verlegt werden.

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Der alte Kröpcke-Kiosk ist Geschichte, der neue befindet sich ein paar Meter weiter.

Quelle: HAZ

Hannover. Mitten in der Stadt gibt es für eine Kioskbetreiberin angeblich keine Möglichkeit für einen unkomplizierten Stromanschluss. Die 66-jährige Ilze Rodewald, die mit Hannovers zentralsten Kiosk jetzt der Kröpcke-Baustelle weichen musste, soll einem Angebot der Stadtwerke zufolge 25.000 Euro bezahlen, damit ihr zum neuen Kiosk-Standort ein paar Meter weiter ein Kabel gelegt wird. „Wie soll ich denn das über Zeitungsverkäufe je wieder erwirtschaften?“, fragt sie verzweifelt. Schließlich habe ihr neuer Kiosk, der am Dienstag aufgebaut werden soll, bereits 27.000 Euro gekostet – zuzüglich der Kosten für die Baugenehmigung.

Tatsächlich hatte ihr alter Kiosk Strom aus der Passerelle bezogen. Solch eine Zuleitung scheint am neuen Standort direkt neben der Brüstung des U-Bahnabgangs am Café Kröpcke aber schwierig zu sein. „Seit Wochen laufe ich von einer Stelle zur nächsten, aber keiner kann mir wirklich helfen“, sagt Rodewald.

Baudezernent Uwe Bodemann bestätigt, dass die Stadt der Kioskbetreiberin die Baugenehmigung für den neuen Standort erteilt hat. Seit März sei sie bereits darauf hingewiesen worden, dass sie sich um einen Stromanschluss selbst kümmern müsse. „Das habe ich ja getan“, sagt Rodewald, „aber irgendwie werde ich immer nur vertröstet.“ Ihr Sohn habe sogar schon vorgeschlagen, über ein Solarpanel auf dem Dach nachzudenken. Viel Strom braucht die Kioskbetreiberin tatsächlich nicht. Beheizt wird der 2,5 mal 2,5 Meter große Laden mit einem Gasbrenner. „Eigentlich laufen nur die Kasse und der Ticketdrucker der Üstra mit Strom“, sagt Rodewald. Umso unverständlicher ist ihr, dass das Legen einer Leitung derart teuer sein soll.

Baudezernent Bodemann hat am Montag auf HAZ-Anfrage versprochen, dass sein Ressort unbürokratische Hilfe prüfen wolle – auch wenn das Baudezernat für Stromlieferungen eigentlich nicht zuständig ist.

Conrad von Meding

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