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Aus der Stadt Studenten entwerfen Teppiche für die Domotex
Hannover Aus der Stadt Studenten entwerfen Teppiche für die Domotex
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16:39 28.12.2017
Zur Domotex haben Studenten der Hochschule Hannover Bodenbeläge entworfen: Studentin Michaela Horst, Prof. Suzanne Koechert und Verwaltungs-Prof. André Nakonz. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

 Der Teppich besteht aus lauter kleinen, sich überlappenden Rauten. Beim Darüberstreichen lassen sie sich umklappen, der Teppich verändert dabei seine Farbe wie ein Chamäleon. Bisher gibt es das flexible Stück noch nicht zu kaufen, Studenten der Hochschule Hannover (HsH) haben erst eine Vorstudie für den Bodenbelag entwickelt. „Der Reiz liegt darin, dass immer neue Formen entstehen, sich mit der Farbe spielen lässt“, sagt Professorin Suzanne Koechert. 14 angehende Innenarchitekten haben in einem Seminar bei ihr sowie Verwaltungsprofessor André Nakonz zehn ungewöhnliche Entwürfe ausgearbeitet, die im Januar auf der Domotex zu sehen sind.

Für den Chamäleon-Teppich, der komplett aus tierfreiem Material wie Kork und Bio-Baumwolle besteht, haben die Studenten sich von den Schuppen auf Schmetterlingsflügeln inspirieren lassen. Eher am Verlauf von Adern hat sich Nele Ratjen orientiert. Ihre Bodenfliesen bestehen aus einer Lehm-Zement-Mischung, durch die an bestimmten Stellen an der Oberfläche Kupferadern verlaufen. Dort zirkuliert warmes Wasser, das den Boden erwärmt. „Der Wohnungsbesitzer kann seine Hauptlaufwege mit den Kupferstrecken auslegen sowie den Platz vor Waschbecken und Wanne, wo man gern barfuß oder in Socken steht“, erläutert André Nakonz. Wie die Kupferadern verlaufen, ist eine individuelle Entscheidung. Ein Pluspunkt: Anders als eine im Estrich liegende Fußbodenheizung lassen sich einzelne Fliesen leichter austauschen. „Und das Wasser muss nicht so stark erhitzt werden, weil es dicht unter der Oberfläche fließt“, betont Nakonz. Allerdings ersetzt das System keine Heizung, sondern ergänzt sie lediglich. 

Besonders visionär sind Nathalie Brack und Merve Adimlar vorgegangen. Die beiden haben einen Läufer ersonnen, dessen Oberfläche aus mehreckigen, leicht erhabenen dünnen Holzelementen besteht. Beim Darüberlaufen pumpt der Hausbewohner Luft in und aus dem Teppich. Merinowolle im Inneren soll feine Staubpartikel sowie Gerüche aufnehmen und filtern. Von einer Serienfertigung ist der Entwurf weit entfernt, die Idee aber originell. „Wir halten uns schließlich einen Großteil der Zeit in geschlossenen Räumen auf“, meint Nakonz.

Die HsH zeigt die Entwürfe vom 12. bis 15. Januar auf der Domotex in Halle 9 des Messegeländes. Beim Designer-Talk stellt die Hochschule das Projekt am 15. Januar um 13 Uhr vor.

Von Bärbel Hilbig

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