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Studenten entwickeln Ideen für die Gesundheitsbranche

Hochschule Hannover Studenten entwickeln Ideen für die Gesundheitsbranche

Designstudenten der Hochschule Hannover haben innovative Produkte für die Gesundheitsbranche entworfen – und viele davon könnten realisiert werden.

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Junge Kreative haben Produkte für die Gesundheitsbranche entworfen.

Quelle: Mast

Hannover. Ein Labor ist ein Raum für Experimente. Substanzen werden zusammengebracht, die auf unvorhergesehene Weise miteinander reagieren können. So entstehen ganz neue Verbindungen, an die zuvor noch nicht zu denken war. Etwas Ähnliches wollten die Tüftler erreichen, die sich im „HannoLab“ zu einem Experiment besonderer Art verabredeten: Nachwuchsdesigner der Hochschule Hannover (HsH) und Vertreter der Gesundheitswirtschaft trafen auf der Expo-Plaza erstmals zusammen, mischten ihre Wünsche und Ideen und ließen beides aufeinander wirken. Mit einem ebenso überraschenden wie nachhaltigen Ergebnis: Sieben innovative Produktideen für die Medizin- und Pflegebranche sind bei dem Kreativworkshop entstanden - vom variablen Stuhl mit pneumatischer Aufstehhilfe bis zum selbst klebenden Sensor-Diagnosesystem für Patienten mit Rückenschmerzen.

Die Vorbereitungen hatten die Wirtschaftsfördergesellschaft Hannoverimpuls, das Netzwerk kreHtiv und die HsH getroffen. Zwei Tage brachten sie 75 Designstudenten, kreative Freiberufler und Mitarbeiter von Einrichtungen des Gesundheitssektors ins Gespräch. Beteiligt waren etwa das Klinikum Region Hannover, das Kinderkrankenhaus auf der Bult, das Clementinenhaus, das Stephansstift und die AOK. Ziel war es, kreative Ideen für eine Branche zu entwerfen, die nicht auf den ersten Blick für das Thema Design steht - wenn man diesen Begriff auf Dinge reduziert, die nur der schönen Form genügen sollen. Doch der altbewährte und von Design-Professor Gunnar Spellmeyer häufig zitierte Slogan, dass bei gutem Design stets die Form der Funktion zu folgen habe, gilt für die Gesundheitswirtschaft in besonderem Maße. Alle Produktentwürfe sollten so konzipiert sein, dass eine einfache Handhabung und Anwendung im Vordergrund steht. Eine Jury mit Thomas Breymann, Kinderherzchirurg der Medizinischen Hochschule, und Prof. Michael Bienert, an der HsH zuständig für Gesundheitsmanagement, wählte aus 16 im „HannoLab“ entstandenen Projekten die sieben besten aus. Diese stammten alle von Studenten der HsH, die die freiberufliche „Konkurrenz“ überrundeten.

Fünf der Konzepte hätten Realisierungspotenzial, urteilt Frank Kettner-Nikolaus, Projektleiter Gesundheitswirtschaft bei Hannoverimpuls, der Preisgelder im Wert von 6000 Euro verteilte. Und sollte sich der eine oder andere Nachwuchsdesigner nach dem Studium für die Selbstständigkeit entscheiden, würde Hannoverimpuls auch dabei finanziell unter die Arme greifen.

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