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Studenten fehlt preiswerter Wohnraum

Vor Semesterbeginn Studenten fehlt preiswerter Wohnraum

Gut einen Monat vor Semesterbeginn machen die Studentenvertretungen mehrerer hannoverscher Hochschulen auf die dramatisch schlechte Lage am Wohnungsmarkt aufmerksam. Schon jetzt lägen für 800 frei werdende Plätze in Wohnheimen bereits etwa 1600 Anfragen vor – dabei seien die rund 7000 neuen Studenten, die im Oktober beginnen, noch gar nicht eingerechnet.

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Es fehlt in Hannover der bezahlbare Wohnraum für Studenten.

Quelle: Archiv

Hannover. Scharf kritisieren die Studentenvertretungen, dass das Land seine Wohnraumförderung für Studentenwohnheime mit der Begründung gestrichen hat, in Niedersachsen sei die bundesweite Quote an Wohnheimplätzen erreicht. Denn was im Landesdurchschnitt gilt, gelte nicht für Hannover: „Nur 6,3 Prozent der Studierenden in Hannoverhaben eine Chance, einen kostengünstigen Platz in einem Wohnheim zu beziehen. Im Vergleich zu anderen Studentenwerken Niedersachsens liegt Hannover auf dem letzten Platz.“ Landes- und Bundesdurchschnitt lägen derzeit bei etwa 10 Prozent.

2015 hatte das Studentenwerk Matratzenlager für neue Studenten einrichten müssen. Die Studentenvertretungen fordern jetzt ein „schnell umzusetzendes, langfristig tragbares und finanzierbares Wohnkonzept mit Sanierungsprogramm bestehender Liegenschaften“. So müsse Hannovers Studentenwerk in die Lage versetzt werden, schnell Wohnheimplätze zu schaffen.

Hannovers CDU-Ratsfraktionschef Jens Seidel prangerte gestern an, dass Hannover „niedersachsenweit zu den Schlusslichtern beim Angebot der Studentenwohnheimplätze“ zähle. Angesichts dieser Zahlen – Seidel spricht sogar von 5,15 Prozent – sei ein Streichen der Förderung bei zunehmenden Studentenzahlen „eine völlig inakzeptable Entwicklung“. Prompt konterte SPD-Baupolitiker Ewald Nagel, Hannover tue viel für Studierende. Mit dem Wohnkonzept stelle die Stadt Geld für Wohnungsbau zur Verfügung, wovon auch Studenten profitierten. Zudem sei ein neues, privates Wohnheim mit 303 Appartments am Weidendamm in Betrieb genommen, das Land fördere Wohnheimerweiterungen am Lodyweg und am Wilhelm-Busch-Weg mit 1,7 Millionen Euro.

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