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Vermieter für Studenten dringend gesucht

Studentenwerk und Haus & Grundeigentum Vermieter für Studenten dringend gesucht

Hannoverst Studenten haben es dieses Jahr zu Semsterbeginn besonders schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Der Verband Haus & Grundeigentum und das Studentenwerk werben jetzt bei Wohnungseigentümer darum, Zimmer an Studenten zu vermieten.

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Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die eklatante Knappheit an günstigen, für Studenten geeigneten Wohnungen in Hannover bekommen gerade jetzt in den Wochen vor dem Semesterbeginn viele angehende Akademiker drastisch zu spüren. Vor diesem Hintergrund beschreitet das Studentenwerk jetzt erstmalig mit Unterstützung des Haus- und Grundeigentürmerverbandes neue Wege. Gemeinsam werben sie bei Wohnungseigentümern dafür, Zimmer zur Vermietung an Studenten - speziell auch ausländische - zur Verfügung zu stellen. Das Studentenwerk agiert dabei wie ein Makler und vermittelt den Vermietern potenzielle Mieter - allerdings, ohne dafür eine Provision zu kassieren.

Den privaten Vermietern soll die Sache so einfach wie möglich gemacht werden. Das Studentenwerk hat bereits im Frühjahr eine neue Mitarbeiterin in Teilzeit angestellt, die sich um die Belange der Wohnungseigentümer kümmert. Sie müssen selbst keine Anzeige formulieren - das nimmt ihnen Birte Wiedenroth ab und platziert das Angebot in einer Onlinevermittlungsbörse des Studentenwerks. Vor allem können die Vermieter vorher ihre Vorstellungen über den späteren Mieter festlegen. Sind sie zum Beispiel an einer längerfristigen Vermietung interessiert, wird das Studentenwerk keinen Gaststudenten vorschlagen, der nur ein Semester in Hannover bleibt.

Ein besonderer Vorteil für die Vermieter liegt darin, dass sie nicht mit einem Ansturm einer unübersichtlich großen Gruppe von Interessenten konfrontiert werden. Das Studentenwerk trifft eine Vorauswahl und schlägt dem Wohnungs- oder Hausbesitzer drei bis vier passende Kandidaten vor. Das Kalkül bei dem besonderen Service: Auf diese Weise könnten Zimmer oder Wohnungen für Studenten gewonnen werden, die aus Scheu vor dem Aufwand einer Vermietung bisher leer stehen. Klappt die Aktion, schafft sie Entlastung auf dem Markt, die auch anderen Wohnungssuchenden zugutekommt.

Aktuell leben nur 5,1 Prozent der rund 44 000 Studenten mit Anrecht auf einen Platz in einem der preiswerten Studentenwohnheime. Die Quote ist denkbar gering: Bundes- und landesweit liegt sie dagegen bei rund 10 Prozent. Die Serviceeinrichtung für angehende Akademiker will deshalb offensiv private Immobilienbesitzer gewinnen, damit sie speziell an ausländische Studenten vermieten. Denn nach den Daten des Studentenwerks verfügen internationale Studenten im Durchschnitt über deutlich geringere Einkünfte als ihre deutschen Kommilitonen.

Die Chancen für den Vorstoß stehen nicht schlecht: Der mitgliederstarke Verband Haus & Grundeigentum wirbt in seiner Vereinszeitschrift für die Aktion, mit der Studentenwerk, Hochschulen, Stadt und Wirtschaft gemeinsam rechtzeitig vor Semesterbeginn an die Öffentlichkeit gehen. Bisher hat das Studentenwerk bereits Kontakte zu Wohnungsgesellschaften genutzt. Private Kleinanbieter stellen aber mit rund 60 Prozent einen Großteil des Wohnungsmarkts.

Mehr Geld vom Land

 Die CDU-Ratsfraktion fordert von der Landesregierung, Fördermittel für den Bau von Studentenwohnheimen in Hannover bereitzustellen. „Trotz einer Steigerung der Studentenzahlen in den vergangenen drei Jahren um 20 Prozent, ist die Anzahl der Wohnheimplätze nur um etwas mehr als 2 Prozent gestiegen“, kritisiert CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Seidel. Hannover werde in diesem Punkt stiefmütterlich behandelt.

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