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Aus der Stadt Sudanesen kritisieren Polizei
Hannover Aus der Stadt Sudanesen kritisieren Polizei
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18:46 05.03.2016
Rund 100 Personen ziehen am Sonnabend durch die Innenstadt, um auf die Situation im Sudan aufmerksam zu machen. Zuvor hatten die Flüchtlinge aus dem Protestcamp am Weißekreuzplatz die Polizei kritisiert. Quelle: Behrens
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"Wir haben den Eindruck, dass die Polizei unbedingt einen Grund finden will, um unser Camp zu beenden", sagte Hafiz Bashir Abdallah, einer der acht Sprecher des Camps. So habe die Polizei den Flüchtlingen vorgeschreiben, dass jeder der acht Sprecher 24 Stunden am Tag erreichbar sein müsse, um nicht gegen die Auflagen der Demonstration zu verstoßen. 

Seit Ende Mai 2014 protestieren die Sudanesen auf dem Weißekreuzplatz. Mit dem Camp wollen sie auf die Menschenrechtsverletzungen und den Krieg in ihrer Heimat aufmerksam machen und fordern gleichzeitig ein Bleiberecht für alle Bewohner des Zeltlagers. "Solange wir nicht als Asylbewerber anerkannt werden, bauen wir die Zelte nicht ab", so Abdallah.

Auch der für den 19. März angekündigten Demonstration gegen das Sudanesencamp sehen die Flüchtlinge gelassen entgegen. "Wir haben bereits unsere Unterstützer und alle in Hannover lebenden Sudanesen mobilisiert, damit sie uns unterstützen", sagte Abdallah. Zudem seien die Flüchtlinge jeden Tag in der Stadt unterwegs, um  weitere Unterstützer für ihre Sache zu finden.

Nach der Pressekonferenz am Sonnabend setzten sich nach Informationen der Polizei rund 140 Sudanesen und Unterstützer in Bewegung, um über den Ernst-August-Platz, Kröpcke, Platz der Weltausstellung, vorbei am Landtag und dann über die Georgstraße zurück zum Hauptbahnhof. Von dort gingen die Sudanesen wieder zurück zum Weißekreuzplatz und beendeten ihre Kundgebung. Die Demo wurde von der Polizei begleitet und verlief nach Informationen der Behörde bis zum Ende um 17 Uhr friedlich.

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