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Sudanesen bleiben auf dem Weißekreuzplatz

Protestcamp Sudanesen bleiben auf dem Weißekreuzplatz

Die Sudanesen auf dem Weißekreuzplatz werden ihr Protestcamp bis auf weiteres nicht beenden. Das gaben die Flüchtlinge am Sonnabend auf einer Pressekonferenz bekannt und widersprachen damit der Aussage, die ihre Leitung vor wenigen Tagen traf.

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Daifallah Abualgasim ist neuer Sprecher der Sudanesen vom Weißekreuzplatz.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. "Wir haben die vier Mitglieder der Campleitung abgewählt, weil sie korrupt waren", sagte der neue Sprecher des Flüchtlingscamps Daifallah Abualgasim.
 
Nach Auffassung der neuen Leitung, die aus sieben Männern und zwei Frauen besteht, vertraten die ehemaligen Leiter des Zeltlagers nicht die Interessen der sudanesischen Flüchtlinge, die seit mehr als einem Jahr auf dem Weißekreuzplatz protestieren. "Sie ließen sich von Politikern beeinflussen, die ihnen versprachen, dass sie in Deutschland bleiben dürfen, wenn sie dafür sorgen, dass das Camp aufgelöst wird", sagte Abualgasim. Daher habe der damalige Sprecher Maissara Saeed vor etwa zwei Wochen eine Pressekonferenz einberufen und verkündet, dass die Sudanesen bis zum 25. August den Weißekreuzplatz verlassen würden.

Die Sprecher der Flüchtlinge auf dem Weißekreuzplatz kündigten auf einer Pressekonferenz im Pavillon an, dass ihre Bestezung zu Ende gehen soll. Die sudanesischen Flüchtlinge, die seit Mai 2014 auf dem Areal an der Friesenstraße campieren, wollen ihre Zelte jedoch nicht sofort, sondern in den kommenden Wochen und Monaten abbrechen.

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Genau das wollen die Campbewohner jedoch nicht. "Unsere Liste mit Forderungen ist noch immer aktuell", sagte Abualgasim. "Bevor nicht jeder einzelne Punkt davon erfüllt ist, werden wir das Protestlager nicht auflösen." Dafür wollen die Flüchtlinge nicht nur mit den Politikern in Hannover in Kontakt treten, sondern auch Politiker aus ganz Niedersachsen für ihre Sache gewinnen. "Und wenn das nicht reicht, werden wir auch versuchen, Bundespolitiker anzusprechen", so Abualgasim.
 
Zeit haben die Sudanesen dafür noch genug. Die neun neuen Leiter des Camps wurden bis zum 14. August 2016 gewählt.

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Sudanesen wollen bleiben
Foto: Protest um des Protestes willen? Die  Sudanesen am Weißekreuzplatz wollen bleiben, bis ihre Forderungen erfüllt sind, – auch wenn diese in Berlin entschieden werden, nicht in Hannover.

Der Protest der Sudanesen am Weißekreuzplatz soll noch Monate weitergehen, Anwohner reagierten auf die Ankündigung genervt. Die Sudanesen, die seit Mai 2014 ihre Zelte auf dem Platz aufgeschlagen haben, treten unter anderem für eine schnellere Bearbeitung der Asylverfahren ein.

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