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Sudanesen weiten Protest vor Staatskanzlei aus

Hungerstreik Sudanesen weiten Protest vor Staatskanzlei aus

Die sudanesischen Flüchtlinge, die seit Montag vor der Staatskanzlei kampieren, verschärfen ihren Protest. Anders als ursprünglich geplant, wollen die etwa 45 Demonstranten ihren derzeit laufenden Hungerstreik bis zum 23. Oktober ausweiten.

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Im Hungerstreik: Sudanesische Flüchtlinge schlafen vor der Staatskanzlei.

Quelle: Katrin Kutter

Hannover. „Bis dahin nehmen wir keine feste Nahrung, sondern nur Flüssigkeit zu uns“, sagt Mohamed Al Dardiri, einer der Sprecher der Sudanesen. Die Polizei hat an der Staatskanzlei einen Streifenwagen postiert.

Mit der Aktion wollen die Flüchtlinge für ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland kämpfen. Am Montag waren sie von ihrem Zeltlager auf dem Weißekreuzplatz vor die Staatskanzlei gezogen, wo sie seitdem auch die Nächte verbringen. „Wir wollen behandelt werden, wie die Flüchtlinge, die aus Syrien kommen“, sagt Al Dardiri. Die Situation im Sudan sei vergleichbar mit den Problemen, unter denen die syrische Bevölkerung zu leiden habe. „Bei uns herrscht Krieg, auch im Sudan regiert ein Diktator“, sagt der Sprecher der Flüchtlinge.

Vor der Niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover sind mehrere Flüchtlinge aus dem Sudan in einen Hungerstreik getreten.

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Enttäuscht zeigten sich die Sudanesen über das bisherige Verhalten der Staatskanzlei. „Wir haben dort am Montag einen Brief mit unseren Forderungen übergeben. Seitdem haben wir nichts mehr gehört“, sagt Al Dardiri. Auch auf Nachfrage der HAZ gibt sich die Staatskanzlei zugeknöpft. Das Verfahren in Bezug auf die Demonstranten läge nicht in der Hand des Landes. Zur Ausweitung des Hungerstreiks wolle man sich gar nicht äußern. Man beobachte weiterhin die Entwicklung, teilte ein Sprecher der Staatskanzlei mit.

Störer bei Diskussion: Unterstützer der sudanesischen Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz haben am Mittwochabend eine Podiumsdiskussion mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Edelgard Bulmahn (SPD), im ökumenischen Kirchenzentrum gestört. Während der Veranstaltung entrollten etwa zehn Demonstranten, die der linksautonomen Szene angehören, mehrere Transparente, um gegen die, aus ihrer Sicht, bevorstehende Verschärfung des Asylgesetzes zu protestieren. Auf eine Diskussion mit der Politikerin wollten sich die Störer, trotzt mehrerer Versuche nicht einlassen.

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