Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Sudanesen weiten Protest vor Staatskanzlei aus
Hannover Aus der Stadt Sudanesen weiten Protest vor Staatskanzlei aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 11.10.2015
Von Tobias Morchner
Im Hungerstreik: Sudanesische Flüchtlinge schlafen vor der Staatskanzlei. Quelle: Katrin Kutter
Anzeige
Hannover

„Bis dahin nehmen wir keine feste Nahrung, sondern nur Flüssigkeit zu uns“, sagt Mohamed Al Dardiri, einer der Sprecher der Sudanesen. Die Polizei hat an der Staatskanzlei einen Streifenwagen postiert.

Mit der Aktion wollen die Flüchtlinge für ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland kämpfen. Am Montag waren sie von ihrem Zeltlager auf dem Weißekreuzplatz vor die Staatskanzlei gezogen, wo sie seitdem auch die Nächte verbringen. „Wir wollen behandelt werden, wie die Flüchtlinge, die aus Syrien kommen“, sagt Al Dardiri. Die Situation im Sudan sei vergleichbar mit den Problemen, unter denen die syrische Bevölkerung zu leiden habe. „Bei uns herrscht Krieg, auch im Sudan regiert ein Diktator“, sagt der Sprecher der Flüchtlinge.

Vor der Niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover sind mehrere Flüchtlinge aus dem Sudan in einen Hungerstreik getreten.

Enttäuscht zeigten sich die Sudanesen über das bisherige Verhalten der Staatskanzlei. „Wir haben dort am Montag einen Brief mit unseren Forderungen übergeben. Seitdem haben wir nichts mehr gehört“, sagt Al Dardiri. Auch auf Nachfrage der HAZ gibt sich die Staatskanzlei zugeknöpft. Das Verfahren in Bezug auf die Demonstranten läge nicht in der Hand des Landes. Zur Ausweitung des Hungerstreiks wolle man sich gar nicht äußern. Man beobachte weiterhin die Entwicklung, teilte ein Sprecher der Staatskanzlei mit.

Störer bei Diskussion: Unterstützer der sudanesischen Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz haben am Mittwochabend eine Podiumsdiskussion mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Edelgard Bulmahn (SPD), im ökumenischen Kirchenzentrum gestört. Während der Veranstaltung entrollten etwa zehn Demonstranten, die der linksautonomen Szene angehören, mehrere Transparente, um gegen die, aus ihrer Sicht, bevorstehende Verschärfung des Asylgesetzes zu protestieren. Auf eine Diskussion mit der Politikerin wollten sich die Störer, trotzt mehrerer Versuche nicht einlassen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein 25 Jahre alter Mann ist bei einem Überfall in der Nacht zu Donnerstag leicht verletzt worden, als zwei Unbekannte in Döhren auf ihn einprügelten. Anschließend flüchteten die Täter mit dem Geld, dem Handy und den Fahrzeugpapieren ihres Opfers.

08.10.2015
Aus der Stadt Roncalli am Waterlooplatz - So ein Zirkus!

Am Freitag geht es los: „Good Times“ heißt das Programm des Roncalli-Zirkus, und zwischen den beiden Worten darf man sich getrost ein „old“ dazudenken. Denn das Traditionsunternehmen von Bernhard Paul steht für die guten alten Tage des Zirkus, unterm Zeltdach in der runden Manege.

Uwe Kranz 11.10.2015

Der Schriftsteller Gustav Frenssen war ein bekennender Antisemit und Nationalsozialist. Jetzt soll die Straße in Groß-Buchholz, die nach ihm benannt ist, einen neuen Namen bekommen.

Gunnar Menkens 12.10.2015
Anzeige