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Aus der Stadt Sudanesen wollen Weißekreuzplatz-Camp auflösen
Hannover Aus der Stadt Sudanesen wollen Weißekreuzplatz-Camp auflösen
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20:30 28.07.2015
Quelle: Dillenberg/ Archiv
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Die Sudanesen wollen das Camp definitiv noch in diesem Jahr räumen. Jedoch brauche die Vorbereitung einige Zeit, etwa um Unterkünfte für die Bewohner zu finden und das Material wegzuschaffen, hieß es. Dazu habe man sich eine interne Frist bis zum 25. August gesetzt. Sollten die Vorbereitungen allerdings länger benötigen als erwartet, könne der Termin auch nach hinten verschoben werden.

Über den Grund für die Räumung machten die Aktivisten keine konkrete Angabe. Einerseits wurde berichtet, man habe viel erreicht. In den vergangenen Monaten habe man viele Hannoveraner auf die Lage im Sudan aufmerksam machen können, über die zuvor kaum jemand etwas wusste. Zudem sei ein Theaterstück inszeniert worden, in wenigen Tagen werde im Pavillon ein Dokumentarfilm über das Camp gezeigt und es habe Ausstellungen gegeben. Dem steht eine große Enttäuschung über die Reaktionen von Politikern gegenüber. Auf ein zu Beginn des Camps verschicktes Schreiben an diverse Politiker habe man bis heute keine Antwort erhalten.

Das Camp auf einen Blick

Viele Berichte, Bilder und Videos zum Flüchtlingscamp auf dem Weißekreuzplatz finden Sie hier auf unserer Themenseite.

Das Camp besteht mittlerweile seit mehr als einem Jahr. Am 24. Mai hatten sich die sudanesischen Asylbewerber am Weißekreuzplatz versammelt und einen Teil der Grünfläche besetzt. Die Männer, Frauen und Kinder, die zum Teil unter abenteuerlichen Umständen ihre Heimat verlassen und in Hannover einen Platz in einer der Flüchtlingsunterkünfte gefunden hatten, wollten mit der Aktion auf die chaotischen Zustände im Sudan aufmerksam machen.

Bislang hatten sich die Sudanesen nicht aus dem Konzept bringen lassen, weder von ausländerfeindlichen Bemerkungen einiger Anwohner, noch von der Stimmungsmache der Eigentümervereinigung Haus und Grund, die eine Befragung der Anwohner zum Sudanesen-Camp vorgenommen hatte, und erst recht nicht durch den Aufmarsch von rund 3000 zum Teil gewaltbereiten Anhängern der Bewegung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) Mitte November auf dem nahe gelegenen Omnibusbahnhof.

tm/mic

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