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Nazi-Demo

Südstädter rüsten sich gegen die NPD


Sie verpacken Konfetti, bemalen Plakate und basteln fleißig Buttons – die Bewohner der Südstadt opfern seit Wochen ihre Freizeit, um sich auf den NPD-Aufmarsch in ihrem Viertel vorzubereiten. Dabei spielen weder Altersgrenzen noch Parteizugehörigkeiten oder Konfessionen eine Rolle.
Mit Konfetti, Buttons und Schildern gegen die Rechtsextremisten (von links): Michelle Voges, Thomas Hermann, Margitta Schuermann, Lisa Schlegel und Selena Kemp bereiten sich vor.

Mit Konfetti, Buttons und Schildern gegen die Rechtsextremisten (von links): Michelle Voges, Thomas Hermann, Margitta Schuermann, Lisa Schlegel und Selena Kemp bereiten sich vor.

© Tobias Kleinschmidt

„Alle machen mit und bringen sich ein“, freut sich Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne. Die rund 3000 Anwohner der NPD-Demonstrationsstrecke und die übrigen Bewohner des Stadtteils haben sich vorgenommen, den ungebetenen Gästen einen lauten und bunten Empfang zu bereiten.

Am Donnerstagabend hatten sich zum dritten Mal rund 100 Südstädter im Saal der Nazareth-Gemeinde versammelt, um die gemeinsamen Aktionen gegen die rechtsextremistische Partei zu planen. Zum ersten Mal hatte die Polizei, die als zuständige Versammlungsbehörde entschieden hatte, die NPD-Route von der Innenstadt in den Bereich Südstadt/Bult zu verlegen, einen Beamten zu einer Bürgerversammlung entsandt. Eine Stunde lang beantwortete Polizeioberrat Christoph Badenhop den Anwesenden Fragen. Ob sie die Teilnehmer der NPD-Demo fotografieren dürfe, wollte eine Frau von dem Beamten wissen. „Grundsätzlich ja, verboten ist nur, Porträtaufnahmen der Demonstranten zu machen und diese zu veröffentlichen“, sagte Badenhop. Wie laut denn die Musik sein dürfe, die die Anwohner aus den Boxen auf ihren Fensterbrettern erschallen lassen wollen, fragte ein anderer Südstädter. „Die Redebeiträge dürfen von der Musik nicht übertönt werden. Aber mit herkömmlichen Anlagen ist das sowieso nicht zu schaffen“, erläuterte der Beamte.

Auch Sebastian Wertmüller, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hannover, nahm an dem Treffen in der Sallstraße teil. Wie schon am 1. Mai hat der DGB gemeinsam mit rund 100 Organisationen zu einer Kundgebung gegen die NPD auf dem Klagesmarkt aufgerufen. Als Redner hat er unter anderem Hannover 96-Chef Martin Kind und Regionspräsident Hauke Jagau gewinnen können. Vom Klagesmarkt ziehen die Gegendemonstranten anschließend durch die Stadt bis zum Trammplatz. „Wer will, kann sich von dort auf den Weg in die Südstadt machen, um die Südtstädter bei ihrem Protest zu unterstützen“, sagte Wertmüller.

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bestätigte am Freitagnachmittag die von der Polizei vorgegebene Route des NPD-Demonstrationszuges durch die Südstadt und folgte damit im Wesentlichen der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover. Bis zuletzt hatte die NPD versucht, mit Eilanträgen zu erreichen, dass ihr Marsch, wie ursprünglich geplant, durch die Innenstadt führen darf. Allerdings entschied das Gericht, anders als die Polizei, eine Zwischenkundgebung der NPD an der Kreuzung Berliner Allee/Kestnerstraße zuzulassen. Wegen der kurzen und weniger attraktiven Strecke sei diese kleine Kundgebung verhältnismäßig.

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  • Warum erlaubt die Regierung in Hannover NPD-Demos Das Volk – 13.09.09
    Sind die Regierenden nicht selbst Nazis, müßte man sich fragen, wenn sie schließlich solche unmenschlichen Veranstaltung genehmigen.
    Das volk ist mit absuluter Mehrheit gegen die NPD. Sie muß verboten werden. Doch die Regierung sträubt sich aus bisher unerklärlichen ründen. Sehen wir mal Klar, merken wir, daß nichts getan wird außer darüber zu reden. Die Gegendemonstration hat gezeigt, daß auch die Organisationen gegen Rechts nicht viele Menschen auf die Straße bewegen konnte. Es bedarf einer grundlegenden Einstellungsänderung gegenüber extremen Bewegungen.
    Die Regierung ist verpflichtet die NPD zu verbieten, auch nach dem deutschen Grundgesetz. Die Würde des Menschen ist Unantastbar. Also verschont des Volkes Ohren von diesen akustischen Angriffen.
    Denkt mal ein wenig nach.
  • @Rüdiger Anti Alfred Tezlaff – 13.09.09
    Der beitrag von Ausländer ist nicht von einem Ausländer verfasst wurden. Das ist ganz offensichtlich!
    Er dien nur der Stimmungs mache!!!
  • @ Mutze Ermittler – 13.09.09
    Nach meinen Ermittlungen rekrutieren sich kriminelle "Tierschützer" zu Teilen aus der AAH (Antifaschistische Aktion Hannover) und treffen sich in der UJZ Kornstrasse. Dort wird gleichermassen gegen das Boehringer Projekt als auch teilweise von den gleichen Leuten gegen den NPD-Marsch gearbeitet. Noch Fragen?
  • Frage wie laut die Musik sein dürfe FKE – 13.09.09
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  • Antifa Verbot jetzt !! Anti-Antifa Fraktion – 12.09.09
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  • @ komisch.... portokasse – 12.09.09
    ich gratuliere zu diesem kommentar! er spricht mir aus der seele und zeigt die wahrheit! rechtsradikale sind zu verurteilen, da gibt es garkeinen zweifel - aber meine persönlichen erfahrungen mit linksradikalen sind wesentlich einschneidender! als ex-nordstätterin bin ich da leidgeplagt. zur zeit ist es links ja en vogue fahrzeuge von fleischereien anzuzünden. und genau wie sie es schreiben geht die politik blind mit. persönliches erlebnis: vor einigen monaten tauchten flyer auf, die eine rechtsradikale discoveranstaltung in einem bestimmten laden in hannover ankündigte. offensichtlich gefälscht, wie die polizei mit einem anruf beim besitzer der disco klärte. am abend der vermeintlichen veranstaltung (der laden war übrigens wegen umbaumaßnahmen geschlossen) staunte ich nicht schlecht als ich sah, dass sich auf der anderen straßenseite tatsächlich der gewerkschaftsbund und die partei "die grünen" samt bannern zu einer demo versammelt hatte. gut, es waren nur 40 leute gekommen, aber die standen da! das muß man sich mal überlegen! gewerkschaft und eine große deutsche partei versammelt sich zu einer offiziellen demo - einem stümperhaft gefälschten flyer folgend, ohne dessen inhalt je zu prüfen! das muß eine genugtuung gewesen sein für die antifa! der discobesitzer hat übrigens anzeige erstattet - gegen unbekannt und die beiden beteiligten gruppen...
  • Was ist daran falsch? links der Leine – 12.09.09
    @Rüdiger Anti
    Was ist an "Ausländers" Kommentar denn jetzt so ehrverletzend für Dich?? Was die HAZ Redakteure dazu bewogen hat Deinen Kommentar zu löschen, weiß ich nicht, ich kann ihn ja nicht lesen. Aus "Rache" die Löschung eines zwar subjektiven (das liegt in der Sache eines Kommentars!), aber nicht unflätigen oder beleidigenden Kommentars eines anderen zu fordern, kann ich aber nicht verstehen!
    "Ausländers" Erfahrungen kann ich gut nachvollziehen, denn im Grunde sind wir doch alle intoleranter als wir uns selber Glaube machen wollen! Wenn ich mit anständig gekleideten Kommilitonen auf dem Schützenfest oder in Bars und Discos unterwegs war, sind die nicht reingekommen. Wie eher (nach-)lässig gekleideten Deutschen immer ohne Probleme. Das ist nun mal der tägliche Rassismus der uns umgibt. In "guten deutschen" Häusern als Türke, egal wie seriös, eine Wohnung zu bekommen ist schwer. Da wird im Zweifel oft lieber ein weniger solventer Deutscher genommen.
    Auch ich der mit Ausländern aufgewachsen bin, kann mich nicht von Vorurteilen frei machen, wenn ich mir unbekannten Ausländern begegne. Erst das Gespräch offenbart mir aber, ob mein Gegenüber mir sympathisch ist, oder nicht. Meine Voruteile muss ich dann meistens revidieren. (Natürlich nicht immer, aber das geht einem mit Deutschen ja nicht anders.)
    Wenn "Ausländer" also von einem allgegenwärtigem Rassismus spricht, so ist das doch gerechtfertigt!
  • NPD ist nicht das eigentliche Problem Rüdiger Anti – 12.09.09
    Vor einer halben Stunde beantwortete ich den Beitrag von "Ausländer", erteilte ihm den Rat, in sein Land zurückzugehen. Meine Antwort auf diesen Beitrag wurde umgehend gelöscht. Der unverschämte, alle Deutschen beleidigender Kommentar ist hingegen nicht gelöscht worden. Ist Deutschfeindlichkeit von den Medien gewünscht? Und wieso wehrt sich niemand gegen den rassistischen Beitrag von Ausländer bei der HAZ?
  • Schon faszinierend..... Der Horst – 12.09.09
    ...mit welchem Engagement gewisse Kreise hier mal wieder zu suggerieren, versuchen, für die Allgemeinheit/Mehrheit zu sprechen.

    *lol*

    Da nutzt auch die Netiquette nichts. Die ewig dumpfen Wiederholungen und Verweise auf das "gegnerische" Lager, machen Sinnfreies auch nicht wahrer...

    Naja. Vielleicht fällt ja doch wer darauf rein.
  • NPD ist nicht das eigentliche Probelm Rüdiger Anti – 12.09.09
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  • Lärm AnwohnerAndernorts – 12.09.09
    Wäre ich Anlieger der Demonstrationsroute und meine Nachbarn würden Lärm machen: konsequent anzeigen.
    Die Demokratie ist dann am Enden (spätestens), wenn die Meinungen anderer nicht mehr geäußert werden dürfen - und dabei Dritten, Unbeteiligten, Unrecht angetan wird, wie hier wohl vorgesehen.
  • NPD und Südstädter oststädter – 12.09.09
    Wieso wehren die Südstädter und nicht nur sie sich gegen die NPD, die ihr Recht in Anspruch nimmt, friedlich zu demonstrieren und nicht gegen die Chaoten? Man muß da kein Hellerseher sein, Polizisten und unbeteiligte Bürger werden mit Steinen und Flaschen beworfen werden. Die Verwüstungen werden - auch den Südstädtern - wieder viel Geld kosten. Ob Gorleben, ob Hamburger Chancenviertel, ob für oder gegen etwas, die Chaoten sind immer mit viel Gewalt dabei. Darüber empört sich keiner, auch die Polizisten lassen sich bereitwillig verletzen und demütigen.In was für einem Land leben wir nur?
  • Wo bleibt die Anti-Links-Demo? komisch... – 12.09.09
    Und täglich grüßt das Murmeltier...

    Die NPD plant eine Demonstration, und wie die Lemminge fühlen sich Gewerkschafter, Kirchen und linke Parteien auf den Plan gerufen, um reflexartig dagegen zu demonstrieren.

    Leider lassen sich hierbei viele immer wieder vor den Karren der Linksextremisten spannen, ohne es zu merken - oder (naheliegender) ohne es merken zu wollen.

    Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Aus welchem Block werden denn Polizei und Sicherheitskräfte angegriffen? Aus dem der Rechten? Äußerst selten.

    Krawallmacher sind und bleiben die Linken. Das macht die Rechten nicht besser, ist aber eine Tatsache.

    Links- wie Rechtsextreme schadem unserem Land. Im Kern haben beide Gruppe demokratiefeindliche Systeme vor Augen. Die einen verpacken es nett und sind gestern gegen die Expo, heute gegen Tierversuche, und morgen gegen die Autobahn. Die anderen zeigen es offen, ersparen sich und uns vorgeschobene Ziele.

    Ich verstehe nicht, wie unser Land auf dem einen Auge so blind ist. Wo ist die Demonstration gegen Links? Wo wurde gegen PDS und Linke auf die Straßen gegangen?

    Ich wünsche keinem von uns, dass das Erwachen zu spät kommt. Gegen Rechts zu sein, ist scheinbar en vogue. Für linke Gefahren wird nur selten sensibilisert.

    Warten wir ab, von wo aus heute Abend wieder Flaschen fliegen. Mein Tipp steht. Hoffen wir, dass es anders kommmt.
  • NPD ist nicht das eigentliche Problem! Ausländer – 12.09.09
    Was ist mit all den deutschen, die latent fremdenfeindlich sind. Ich als Ausländer sprüre die Diskrimminierung fast überall, z.B. auf dem Immobilienmarkt, Arbeitswelt, etc. Die ein paar NPD-Skinheads sind aus meiner Sicht nicht die Übeltäter, sondern all die jenigen deutschen, das ist Mehrheit (bestimmt über 90% aller deutschen könnte man dazu zählen), die tendenziell fremdenfeindlich eingestellt sind! Ausländerhass ist weit verbreitet bei den deutschen!
  • Gegen Rechts? the man in the middle – 12.09.09
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  • Relativierer Mutze – 12.09.09
    Was hat der Protest gegen einen Naziaufmarsch mit kriminellen Tierschützern zu tun?
    Genau: gar nichts. Bei manchen Kommentaren kann man sich wirklich wundern. Aber diese ziehen sich wie ein roter Faden durch alle entsprechenden Artikel - sich selbst entlarvend.
  • Rechts vs. Links CC – 12.09.09
    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass überhaupt ein "Nazi" nach Hannover kommt. Ich habe hier noch nie einen gesehen.

    Ich glaube aber, dass - wie gestern in Hamburg - etliche Autonome ordentlich Randale und Vandalismus betreiben. Denn Linke Randalierer sehe ich in Hannover dauernd.
  • Respekt den Südstädtern! marc – 12.09.09
    Das Engagement gegen die Nazis ist bewundernswert ! Ich drücke die Daumen, dass es ein friedlicher erfolgreicher Protest wird und den Nazis gezeigt wird, dass sie hier keinen Nährboden finden !

    PS: putziges Programm, WfH
  • Öhm Wolkenmops – 12.09.09
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  • @Grauberg Jens Böning / WfH – 12.09.09
    Nur zur Info:
    Die WfH tut genau das!!

    Doch wenn man freundlich an die Worte unseres Innenministers Schünemann erinnert, der darauf hingewiesen hat, dass man doch bitte den Linksextremismus (und auch den Islamismus) nicht ignorieren möge... - dann muss man schon aufpassen, nicht als "Relativierer" oder als sonstwas Böses in die Buhmann-Ecke gestellt zu werden.

    So ist das halt in unserer Gesellschaft!

    Unbequeme Wahrheiten werden selten gerne gehört...

  • Links-Extremismus holger – 11.09.09
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  • Extremismus Grauberg – 11.09.09
    Es wäre ein Indiz für eine wehrhafte Demokratie, wenn die Hannoveraner ebenso konsequent gegen militante (linksextreme) Tierschützer oder linksradikale SED-Nachfolgeorganisationen demonstrieren würden.
    Die Deutsche Vergangenheit sollte uns nicht auf einem Auge blind machen...

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