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Supergeiger David Garrett zu Gast in Hannover

Kuppelsaal Supergeiger David Garrett zu Gast in Hannover

Supergeiger David Garrett zu Gast in der Landeshauptstadt: Der Violinist hat am Freitagabend im Kuppelsaal in Hannover gespielt.

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Garrett spiel im Kuppelsaal.

Quelle: Wilde

Um halb acht sind die Sektgläser alle, zwanzig Minuten später stellen sich die Frauen im Männerklo an, weil sie alle Hoffnung aufgeben müssen, in ihrem jemals rechtzeitig dranzukommen: Es herrscht Ausnahmezustand im hannoverschen Kuppelsaal. Seit Karajan und Bernstein tot sind, ist man großen Andrang in der Klassik nicht mehr gewohnt. Da kann so einer wie David Garrett schon mal alles durcheinanderbringen.

Mit Leichtigkeit hat der blonde Geigenengel den größten klassischen Konzertsaal Deutschlands ausverkauft, 3000 Menschen sind gekommen, um ihn zuzujubeln. Das fällt zunächst fast atemlos euphorisch aus. Als Garrett zum ersten Mal die Bühne betritt, geht ein Raunen durch den Saal: Er ist es, er ist es wirklich! Dann aber weicht das Erlebnis gelassener Routine. Garrett spielt die Stücke, die auch auf seiner neusten CD zu hören sind: Er hat Klassikhits wie die „Humoresque“ von Dvorák, Rachmaninows „Vocalise“ oder Montis „Czardas“ höchstselbst für Orchester (in Hannover ist das die Staatskapelle Weimar unter der Leitung von George Pehlivanian) arrangiert und den Stücken so jeden rhythmischen Biss genommen. Doch weil er selbst die Solostimme spielt und so gut aussieht und so nett ist, nimmt ihm das keiner übel.

Der Violinist David Garrett braucht keine große Lichtshow: Mit Geige und Orchester überzeugt der gebürtige Aachener mit wunderschönen Klängen.

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Nach der Pause darf das Orchester zunächst allein die Ouvertüre zum „Sommernachtstraum“ zum Besten geben, ehe Garrett für Mendelssohns Violinkonzert zurückkehrt. In den letzten, leisen Töne des Orchestersstücks hört man schon, wie er hinter der Bühne noch einmal seine Stimme übt. Dass ein vermeintlich so cooler Typ Nerven zeigt, ist dann auch im Violinkonzert zu hören: Wahrscheinlich hat er es bei seinem Mendelssohn-Debüt als 13-Jähriger sicherer gespielt als heute. Doch auch das macht ihn irgendwie sympathisch – und richtig spielen können schließlich auch viele andere Geiger, ein so großes Publikum begeistern dagegen nicht. Als Dank für den Applaus gibt Garrett die üblichen zwei Zugaben. Als nach dem „Karneval in Venedig“ das Licht im Saal angeht, fordert auch niemand weitere ein. Es war wohl schön genug.

von Stefan Arndt

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