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Stöckener Raubmörder zeigt keine Reue

Prozess in Hannover Stöckener Raubmörder zeigt keine Reue

Am Mittwoch ist der Prozess gegen den mutmaßlichen Supermarkträuber Marek K. in Hannover fortgesetzt worden. Worte der Reue sind dem Angeklagten dabei nicht über die Lippen gekommen, genauso wenig wie ein Geständnis.

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Vor dem Landgericht ist der Prozess gegen Marek K. fortgesetzt worden.

Quelle: Archiv

Hannover. Im Prozess gegen den mutmaßlichen 24-fachen Supermarkträuber Marek K. arbeitet die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hannover weiter Schritt für Schritt die Anklagepunkte ab. Die Vorgehensweise ist ebenso mühselig wie notwendig, weil der aus Polen stammende 42-Jährige weiter beharrlich zu den Vorwürfen schweigt. Auch Worte der Reue oder der Entschuldigung gegenüber den Opfern, die nach und nach im Zeugenstand Platz nehmen, sind Marek K. bislang nicht über die Lippen gekommen. Im Dezember 2014 soll K. bei einem Überfall in Stöcken einen 21-jährigen Kunden erschossen haben.

Stoisch verfolgt er den Prozess, der sich auch wegen seines Verhaltens noch eine ganze Weile hinziehen wird. Vermutlich ahnt K., dass die Beweislast gegen ihn so erdrückend ist, dass am Ende eine langjährige Haftstrafe gegen ihn verhängt wird.

Kassiererin durch Schuss verletzt

Zunächst beleuchtete die Schwurgerichtskammer am Mittwoch den zweiten Überfall des Supermarkträubers im Raum Hannover. Am 20. Februar 2014 soll Marek K. etwa 700 Euro bei einem Überfall auf die Filiale der Supermarktkette NP in Hemmingen erbeutet haben. Auch dabei feuerte er einen Schuss ab, doch das Projektil verletzte zum Glück niemanden. Die Aufarbeitung dieses Falls wird durch den Umstand erschwert, dass die entscheidende Zeugin, die damalige Kassiererin des Marktes, bislang nicht ausfindig gemacht und somit nicht als Zeugin geladen werden konnte.

Fest steht allerdings, dass das Projektil, das am Hemminger Tatort gefunden wurde, aus der gleichen Waffe abgefeuert wurde, wie bei einem weiteren Raubüberfall vier Tage später in Hamm. Marek K. soll damals 2275 Euro bei einem Überfall auf eine Filiale der Discounterkette Lidl erbeutet haben. Dabei soll er die Kassiererin Ursula W. durch einen Schuss in den Fuß schwer verletzt haben.

Zeugin kämpft mit Tränen

Wie sehr das Leben des 54-jährigen Opfers seit der Tat aus den Fugen geraten ist, davon berichtete W. am gestrigen Verhandlungstag eindrucksvoll als Zeugin vor dem Schwurgericht. Die Kugel traf sie an jedem Montagabend während des Überfalls kurz vor Ladenschluss in Ferse des rechten Fußes. „Es hat sich erst angefühlt, als hätte ich mich irgendwo gestoßen, doch als ich dann auf den Boden blickte, war da schon alles volle Blut“, sagte die Verkäuferin.

Immer wieder stockt ihr während ihrer etwa 30-minütigen Aussage die Stimme, weil die Zeugin mit den Tränen zu kämpfen hatte. Bis zum heutigen Tag ist sie arbeitsunfähig, drei Operationen hat sich seit dem Überfall über sich ergehen lassen müssen und wird dennoch nie wieder richtig gesund werden. Auch psychisch ist Ursula W. immer noch stark angeschlagen. „Ich kann mir nicht vorstellen, wieder an einer Supermarktkasse zu sitzen“, erklärte sie vor Gericht.

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