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Sympathien für Besetzer des Boehringer-Geländes schwinden

Tierschützer Sympathien für Besetzer des Boehringer-Geländes schwinden

Die erneute Besetzung des Boehringer-Geländes: Bei vielen Kirchrödern war sie am Wochenende eines der beherrschenden Themen. Erfreuten sich die jugendlichen Besetzer jedoch zumindest bislang noch bei vielen Bewohnern des Stadtteils eines gewissen Wohlwollens, so scheint die Sympathie nun zu schwinden.

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Die Sympathie für die jugendlichen Besetzer schwindet.

Quelle: Tim Schaarschmidt

„Krawallmacherei ist das eine, inhaltliche Auseinandersetzung und Engagement etwas anderes“, meint zum Beispiel Hans-Dieter Stenzel, selbst ein Gegner des geplanten Tierimpfstoffzentrums. „Ich bezweifle inzwischen immer stärker, dass die Ziele der Besetzer die gleichen sind wie die der Gegner im Stadtteil“, sagt der 73-jährige frühere Ingenieur und Organisator von Konzerten in Kirchrode. Rüdiger Hinrichs, der mit seiner Familie im Bünteweg wohnt, hält den Weg der Besetzer für falsch: „Wenn man gegen die Anlage ist, sollte man mit anderen Mitteln dagegen protestieren.“ Besonders deutlich wird ein Paar, das seinen Namen allerdings nicht preisgeben will: „Was wollen die hier?“, fragen sie. „Wir befürchten, dass die mit ihrer Aktion nun unseren Protest in Misskredit bringen.“

Bezirksratsherr Jens Albrecht (CDU) hält solche Stimmen für repräsentativ: „Mit der neuerlichen Besetzung ist für viele im Stadtteil eine Grenze überschritten worden“, sagt er. „Damit sind viele nicht mehr einverstanden.“

Auch die Bürgerinitiative gegen das Impfstoffzentrum hat sich am Wochenende deutlich von den Besetzern distanziert. „Das ist ein klarer Rechtsbruch, das ist so nicht hinzunehmen“, erklärte deren Sprecher Klaus Neudahm. Bei der ersten Besetzung hatte Neudahm den jungen Leuten noch zugutegehalten, dass sie auch auf das Anliegen der Bürgerinitiative überregional aufmerksam machten. Allerdings habe sich die Initiative schon damals von der Besetzung distanziert, betonte Neudahm jetzt, der zugleich einräumte, dass es in der Bürgerinitiative von Einzelnen nach wie vor auch Sympathien für die Besetzer gebe.

Zu diesen Sympathisanten zählt etwa Volker Klawon. „Da ist alles friedlich gelaufen“, betonte er und bezweifelte den Tatbestand des Hausfriedensbruchs: „Da ist doch gar nichts bewohnt.“ Auch die Kirchröderin Ines Junck, ebenfalls Mitglied der Bürgerinitiative, warb um Verständnis: Die erneute Besetzung hält sie für einen Fehler, nach dem massiven Polizeieinsatz bei der ersten Räumung aber für „menschlich nachvollziehbar“.

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Hausfriedensbruch
Vermummte SEK-Beamte seilen eine Besetzerin vom Dach einer Gartenlaube auf dem Boehringer-Gelände ab.

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) haben am Sonnabendvormittag auf dem Gelände der Firma Boehringer in Kirchrode 16 Tierschützer vorläufig in Gewahrsam genommen. Gegen sie wird jetzt wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt.

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  • BILD ika – 28.08.09 geht ja noch, die HAZ schreibt

    nicht, wie jüngst die BILD - die immer noch nichts von den 70er jahren gelernt hat ... unglaubliche welche worte da benutzt werden...
    Enteignet Springer!
  • Wer ist eigentlich Fa. Boehringer ? urs – 25.08.09 Die Firma Boehringer-Mannheim hat
    früher Diagnostika und Pflegemittel
    für Menschen hergestellt; die gibt es nichtz mehr.
    Die Chemiefirma Böhringer-Ingelheim hat in Hamburg-Moorfleet Grundstoffe
    für das Kampfmittel DIOXIN hergestellt ( "agent orange" )bis dieses Werk vom Umwelministerium
    zwangsweise geschlossen wurde.
    Also wer ist Boehringer-Ingelheim ?
    mal sehen.....


    „Das war der Tod persönlich“: DER SPIEGEL 48/1992 vom 23.11.1992, Seite 64-67a
    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13681543&aref=image036/2006/05/12/cq-sp199204800640067.pdf&thumb=false

    „Der Tod aus Ingelheim„ : DER SPIEGEL 32/1991 vom 05.08.1991, Seite 106-120
    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13487619&aref=image036/2006/05/12/cq-sp199103201060120.pdf&thumb=false

    „Auffallend, diese Parallele mit Seveso“: DER SPIEGEL 26/1984 vom 25.06.1984, Seite 73-85
    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13509406&aref=image036/2006/06/13/cq-sp198402600730085.pdf&thumb=false

    „Ein Exempel an der Elbe“: DIE ZEIT, 29.06.1984 Nr. 27 - 29. Januar 1984
    http://pdf.zeit.de/1984/27/Ein-Exempel-an-der-Elbe.pdf

    "Die Fabrik hat unser Leben zerstört": BILD ZEITUNG
    http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/10/28/dioxin-skandal/die-fabrik-hat-unser-leben-zerstoert.html##

    Das ist also Boehringer-Ingelheim ...
  • Journalismus ex-Besetzer – 25.08.09 Dieser Artikel ist kein 'schlechter' Journalismus, sondern gar keiner. Besser wäre es, mensch würde es eine Parteinahme nennen.
    Dennoch liegt er im Trend der haz-Berichterstattung, welche immer wieder auf Rechtsbrüche durch die Besetzung hinweist. Wohlgemerkt: Rechtsbrüche, nicht kriminelle Handlungen.
    Kriminell ist, was sozial schädlich ist. Das trifft auf das Vorhaben Boehringers voll zu, auch wenn es im Rahmen der Gesetze sein mag. Aber was ist, wenn die Gesetze selber kriminell sind?
    Dass die haz so tendenziös berichtet, liegt schlicht an den Abhängigkeiten: würde die haz tatsächlich kritisch berichten, würden Einnahmen durch Werbeanzeigen wegbrechen, daher bitte nicht wundern, dass von der haz kein wirklich kritischer Journalismus betrieben wird. Daher ist dieser Artikel illustrierend, wie sich Interessen ausreichend mächtiger Institutionen als 'Berichterstattung' wiederfinden.
    Danke an die haz, das mal so durchsichtig zu zeigen!
  • wieder diese Hippies Hausmeister Krause – 24.08.09 Kommentar von HAZ.de gelöscht.
  • Tierisch recht... hermann meier – 24.08.09 Ich kenne Verfassungsrechtler, Zivilrechtler, etc. aber keine Tierrechtler. Wären sie welche, würden sie ständige rechtswidrige Dinge tun, sondern sich qualifiziert in den Gesamtprozess einbringen, aber leider reicht es dafür bei denen nicht...
  • Spielerei Fritz Tiemann, Stade – 24.08.09 Was jetzt passiert ist Spielerei, Nachgeplänkel und hat mit Politik nichts mehr zu tun.
    Davon bleiben in meinen Augen die Verdienste der ersten Besetzung unberührt.
  • Echt mal von wegen Tierschützer DER SACHSE – 24.08.09 Ich finde auch das endlich aufgehört werden muss diese Leute als TierschützerInnen zu bezeichnen !!! Das sind TierrechtlerInnen.
  • Sogenannte Tierschützer harrybo – 24.08.09 Die Presse sollte aufhören, diese Gruppierungen als Tierschützer zu bezeichnen. Vielleicht waren der Keim ja ein paar tierliebende Gutmenschen, aber inzwischen sehen wir hier einen Haufen Anarchisten, die solche Aktionen als Freizeitvergnügen betreiben.
    Hier aufzuräumen heißt im Sinne der Bürger zu handeln.
  • Erst mal die "Abdeckkappe" der Kamera entfernen... Unterstützer der B.setzer – 24.08.09 Sry liebe HAZ, aber dieser "Artikel" ist echt unterste Schublade und wahrscheinlich von einem sog. Journalist von euch geschrieben, wie der, der vor Ort am Samstag Morgen am Gelände Fotos mit geschlossener "Abdeckkappe" vor der Linse machen wollte! Es waren mind. genauso viele Anwohner vor Ort, die durchaus POSITIV zur Wiederbesetzung standen. Dies wurde auch in diversen Interview´s auf Video festgehalten! Die Videos sind in kürze auf allen bekannten Video-Plattformen verfügbar!!! Liebe HAZ, nocheinmal: Bitte seriös & sachlich Berichten! - sonst lasst es einfach ganz...
  • Berochterstattung und Kommentare zu Boehringer Thomas Dierks – 24.08.09 Herr Klawohn hat offensichtlich nicht den leisesten Schimmer über den Inhalt des Straftatbestands, zu dem er hier sein Statement abgibt. Somit stellt sich für den geneigten Leser also die Frage, "wem" er hier durch eine derart unqualifizierte Äusserung einen Bärendienst erweist.
    Die Bürgerinitiative verfolgt natürlich andere Interessen, als aktive Tierschützer. Sie wollen den Wert ihrer Grundstücke und Häuser erhalten. Das ist einerseits verständlich und nachvollziehbar. Da kam das Engagement der "Aktivisten" ja gerade zur rechten Zeit. Jedoch ist es zu durchsichtig, wenn sich dann jemand hinstellt und sagt: Das haben wir so aber nicht gewollt! Getreu der Methode "wasch mich, aber mach' mich nicht nass"! so geht's ja nun auch nicht, Herr Neudahm!
  • Schlechter Journalismus Anti-Boehringer – 24.08.09 Ines Junck hat etwas ganz anderes zur Presse gesagt, es widerlich wie der Journalist hier die Aussage auseinander fummelt,damit eine ganz andere Aussage zu stande kommt!
  • Ist das erstaunlich whoknows – 23.08.09 Ich möchte jetzt gar nicht auf die eigentliche Frage Besetzung ja oder nein eingehen. Aber kann es irgendwen erstaunen, dass im CDU-Stadtteil solche Aktionen nicht unbedingt auf Gegenliebe stoßen und bei CDU Politikern schon gar nicht? Es ist auch die Frage ob es überhaupt journalistisch eine gute Idee ist einseitig in einer solchen Frage einen CDU Politiker zu fragen.
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