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Aus der Stadt Das war der erste Tag auf der Infa
Hannover Aus der Stadt Das war der erste Tag auf der Infa
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00:15 18.10.2016
Von Saskia Döhner
Süß natürlich: Enie van de Meiklokjes backt Knopfkekse. Dem Publikum gefällt es. Quelle: Eberstein
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Hannover

Selbstgemacht ist in - das gilt nicht nur beim Backen, sondern auch für Kleidung und andere kreative Accesoires. Erstmals hat die Infa in diesem Jahr auch abends geöffnet. Am Sonnabend ist in Halle 23 bei der Infa kreativ bis 22 Uhr Selber machen angesagt, ob beim Nähen, Kerzenständer- oder Weihnachtsstern-Basteln. Nicole (45) aus Bothfeld, die mit auch gern mit Glasperlen bastelt oder mittelalterliche Kostüme näht, versucht sich an einem Portemonnaie aus Kunstleder und Kork. Freundin Salome (25) lobt die vielen kostenlosen Workshops, die angeboten werden: "Man kann sich ganz viele Anregungen holen." Nebenan sitzen Nicole (42) und Anne (26) an der Nähmaschine: "Wir machen alles selbst, Taschen, Kleidung", sagt die Ältere, die sich das Nähen mit "Youtube" beigebracht hat. Die Jüngere hat einen Nähkurs besucht. Den kreativen Abend finden beide klasse.

 Auch Melina (12) aus Burgdorf wollte unbedingt noch etwas selber machen und bastelt mit Mama Birgit jetzt einen Sternlicht für Weihnachten. Die Siebtklässlerin malt besonders gern. Von wem sie ihr kreatives Talent habe - von der Mutter oder dem Vater? Melina muss nicht lange überlegen: "Eigentlich von beiden nicht." Sie schmunzelt schüchtern. Männer sind eher selten an diesem Abend in Halle 23. Marcus (45) aus Bad Lauterberg ist hier, weil Ehefrau Claudia (43) hier ist. Er interessiert sich mehr für das "Kulinarische" auf der Infa, seine Frau hat sich die Handarbeitsabteilung bis zum Schluss aufgespart. "Durch die langen Öffnungszeiten haben wir endlich richtig Zeit für alles." Sabine aus Ahlem und ihre Freundin Esther aus Bremen versuchen sich an einem Vitnage-Bilderrahmen in Serviettentechnik. Und Nico (27) aus gehört zu den ganz wenigen Männern, die selbst basteln. Er macht mit Ehefrau Mandy (23) einen Kerzenleuchter. "Kaufen kann ja jeder", sagt er. Selbstgemacht ist eben in.

Eni van de Meiklokjes plaudert und plaudert, während sie rührt, aussticht und verziert. Wenn sie allein in einer kleinen Küche ("Nie hat man genug Platz ") steht, sei sie immer ganz schweigsam. Backen hat was Meditatives, findet sie. Und weil sie keine Unordnung mag, räumt sie zwischendurch immer auf und wäscht ab: "Die Arbeitsfläsche muss immer sauber sein."

Enie van de Meiklokjes auf der Infa 2016.

Ein paar Tipps hat sie auch noch fürs Publikum: Plätzchenteige sollten über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt werden, und Zuckerguß geht ganz einfach mit Kirschsaft und Puderzucker, und statt Mehl könne man auch braunen Zucker in die Kuchenform füllen, das gebe einen karamelisierten Geschmack. Andrea Zimmermann aus Hildesheim, die Lern-T-Shirts für Kinder herstellt, und Jessica Scheer, die als Frau Holle in Hildesheim auch einen Laden für Tortenzubehör hat, sind von Enies natürlicher Art begeistert: "Sie ist so wie im Fernsehen, einfach nett", sagt Andrea.

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