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Aus der Stadt Erkundungstour durch fremde Wohnungen
Hannover Aus der Stadt Erkundungstour durch fremde Wohnungen
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19:56 26.06.2016
Von Bärbel Hilbig
Neue Perspektiven: Innenwand im Penthaus Heiligerstraße (links) und Ausblick im Pelikan-Viertel (rechts). Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Die ersten Neugierigen stehen am Sonntag schon um 9 Uhr an der Heiligerstraße Nummer 3. Schließlich besteht die Chance, hier mitten in der City ein spektakuläres Penthaus anzuschauen. Die Architekten des Büro IF hatten im Programm Führungen ab 10 Uhr angekündigt. Doch so ist das am Tag der Architektur. Die Veranstalter werden jedes Mal vom Interesse der Bürger überrollt, die gerne einen Einblick in sonst nicht öffentlich zugängliche Privathäuser, Geschäftsräume oder Büros nehmen.

Architektin Isabel Fiedler und ihre Kollegen kennen das schon. Deshalb starten sie ihre Rundgänge im Penthaus eine Stunde früher und machen nonstop weiter, sobald sich ein neues Grüppchen gebildet hat. Das Architekturbüro hat bereits die Fassade des Altbaus von 1880 saniert, im Erdgeschoss das Restaurant Vapiano untergebracht und selbst eine moderne Büroetage bezogen. Als Sahnehäubchen ist vor Kurzem auf dem Dach das Penthaus mit umlaufender Terrasse und Glasbrüstung fertig geworden. Der Hauptraum bietet mit bodentiefer Glasfront zu zwei Seiten und gerundeter Ecke einen großzügigen Ausblick - ist allerdings auch selbst gut von den benachbarten Häusern aus einsehbar.

Beim Tag der Architektur geben die Architekten des Büro IF Besuchern Einblicke in fremde Wohnungen. Hier zu sehen: das Projekt "Vier" von Gundlach im Pelikanviertel. 

„Der Blick ist atemberaubend, keine Frage“, urteilt eine Besucherin. Doch als Wohnung käme die Immobilie für sie selbst auf keinen Fall infrage. „Das ist was für Leute, die sich selbst darstellen wollen.“ Das Büro IF hatte die Räume im Dachgeschoss zunächst als Wohnung konzipiert. Im Schlafzimmer ließe sich bereits morgens vom Bett aus das Stadtpanorama mit Kreuzkirche, Clemenskirche und den „Warmen Brüdern“ in Linden in den Blick nehmen. Doch dann öffnete im Haus gegenüber die Dachgartenbar „6 Sinne“. Die Architekten haben ihre Planung jetzt eher auf eine Büronutzung ausgerichtet. „Beides ist mit wenig Aufwand noch möglich. Wir erhoffen uns sehr, dass die Großzügigkeit erhalten bleibt“, sagt Isabel Fiedler.

Im Neubauquartier „Vier im Pelikan-Viertel“ sammeln sich zum ersten Besichtigungstermin um 11 Uhr bereits rund 150 Menschen. Gundlach-Mitarbeiter führen die Besucher in Grüppchen durch drei Wohnungen, zwei stehen noch leer, eine ist als Muster von einer Innenarchitektin möbliert. Details wie Klingelschilder, Designerlampen im Hausflur und Treppenläufe aus Holz wirken edel. Doch Begeisterung für die hochpreisigen Miet- und Eigentumswohnungen will bei den meisten Gästen nicht aufkommen. Auch eine 142 Quadratmeter große Erdgeschosswohnung, die jetzt für 540 000 Euro einen Käufer gefunden hat, überzeugt die Besucher auf Stippvisite nicht. Obwohl die Wohnung Extras bietet, wie die Tatsache, dass sich Licht und Jalousien von unterwegs per Smartphone steuern lassen. „Direkt vor der Terrasse verläuft der Fußweg. Das ist mir zu öffentlich“, merkt ein Mann an.

In dem Quartier mit insgesamt acht Häusern haben vier Architekturbüros für Gundlach zahlreiche unterschiedliche Wohnungstypen gestaltet. Aussehen und Grundrisse der 168 Wohnungen variieren. Manche erstrecken sich über zwei Etagen, oft gibt es zwei Balkone. „Ich hatte große Erwartungen, weil das Viertel als anspruchsvoll gestaltet gilt“, sagt eine Besucherin. Am Ende der Tour gibt sie sich ernüchtert. Die Zimmer erschienen ihr eher klein als großzügig. „Es geht viel Fläche für Flure verloren, alles wirkt verschachtelt. Mir fehlt einfach das Flair.“

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