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Aus der Stadt "Tatort" thematisiert Terroranschlag in Hannover
Hannover Aus der Stadt "Tatort" thematisiert Terroranschlag in Hannover
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00:16 20.03.2016
Das Nord-„Tatort“-Team gibt sich die Ehre in Hannover: Musikproduzent Mousse T. (v.l.) und Regisseur Özgür Yildirim mit den Schauspielern Christoph Letkowski, Cem-Ali Gültekin, Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring. Quelle: Wallmüller
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Hannover

Am Anfang mögen sie sich nicht besonders. Doch im Handlungsverlauf des neuen Nord-„Tatorts“ wird schnell klar, dass sich die verschlossene Bundespolizistin Julia Grosz und der „Straßenbulle“ Thorsten Falke aufeinander verlassen müssen – und es auch können. Wer „Falke“-Darsteller Wotan Wilke Möhring und seine Schauspielpartnerin Franziska Weisz jedoch am Donnerstagabend auf dem roten Teppich im Astor Kino gesehen hat, der weiß, dass die persönlichen Differenzen nur gespielt sind. Gut gelaunt stellten die beiden zusammen mit Regisseur Özgür Yildirim, Schauspielkollege Christoph Letkowski und Musikproduzent Mousse T. ihren ersten gemeinsamen „Tatort“ vor, der am Sonntagabend in der ARD zu sehen sein wird.

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Großer Andrang am Roten Teppich: Wotan Wilke Möhring, Franziska Weisz und Mousse T. stellen im Astor Kino ihren „Tatort“ vor.

Alle nehmen sich viel Zeit für Autogramme, Interviews und Selfies mit den Fans. Weisz schwärmt vom guten Wetter in Hannover („Immer wenn ich hier bin, scheint die Sonne“) und Möhring trägt einen Schal von seinem Lieblingsfußballclub Borussia Dortmund, der heute im Championsleague Achtelfinale spielt. Doch bevor er über Fußball redet, geht es erst mal um den Film. „Klar, Franziska als meine neue Partnerin ist das große Thema, aber jetzt kommt auch der alte ,Falke‘ wieder durch“, sagt Möring über seine Figur. 130 geladene Gäste waren bei der Premiere dabei, die meisten aus dem Umfeld der Produktionsfirma Nordmedia und der Dreharbeiten. Dazu kamen rund 600 Zuschauer, die nicht bis Sonntag warten wollten, um den Film zu sehen.

Der „Tatort: Zorn Gottes“ greift ein brisantes Thema auf. Eine vom Himmel in einen Swimmingpool gefallene Leiche führt die Ermittler an den Flughafen Langenhagen. Hier finden sie heraus, dass der Tote ein Ablenkungsmanöver war. Denn währenddessen ist ein IS-Kämpfer illegal ins Land eingereist. Steht ein Terroranschlag in Hannover kurz bevor? „Das war ein Riesenschock für uns, dass die Realität mit den Anschlägen von Paris unsere Geschichte, die wir im Herbst gedreht haben, quasi eingeholt hat“, sagt die studierte Politologin Weisz.

Doch bei diesem „Tatort“ lohnt es sich nicht nur, aufmerksam hinzusehen, sondern auch hinzuhören. Denn die Musik stammt von Mousse T. und seinem Koproduzenten Peter Hinderthür. „Für diese feste deutsche Fernsehinstitution zu komponieren, das war für mich quasi wie ein Ritterschlag“, sagt Mousse T. stolz. Doch es ist nicht der erste Film, für den er die Musik geschrieben hat. Wilke Möhring etwa kennt er noch von den Dreharbeiten zu „Mann tut, was Mann kann“.

Für den „Tatort“ ist auch ein Song entstanden, der durchaus radiotauglich ist. „Nearer to You“, gesungen vom britischen Musiker James Yuill, schwebt zwischen Melancholie und Aufbruch und passt damit gut zu einer Geschichte, in der die Figuren Vergangenheit und Zukunft hinterfragen. Bei Wilke Möhring und Weisz muss man über die Zukunft allerdings nicht mehr diskutieren: Die beiden werden auch in kommenden Fällen gemeinsam auf Mörderjagd gehen.

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