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Taucher entrümpeln Gebiet am Nordufer des Maschsees

Müll entsorgt Taucher entrümpeln Gebiet am Nordufer des Maschsees

Auf Bitten der Hannover Marketing und Tourismus GmbH haben Taucher ein Gebiet am Nordufer des Maschsees nach Unrat abgesucht. Denn bei der am 27. Juli beginnenden Seeparty wird es in diesem Jahr einen Kampf von Bootsbesatzungen mit langen Stangen geben.

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Die Taucher Waldemar Jaworski und Henrik Schulz holen Tasche für Tasche gefüllt mit Flaschen und Gläsern aus dem See.

Quelle: Martin Steiner

Hannover. Waldemar Jaworski ist nicht gerade begeistert. Der 40-Jährige vom Tauch-Club Hannover hat am Sonnabend mit rund 15 Vereinskameraden den Maschsee entrümpelt. Jedenfalls teilweise. Stockfinster sei es da unten, berichtet er. „Das geht nur durch Tasten.“ Auf Bitten der Hannover Marketing und Tourismus GmbH haben die Taucher ein Gebiet am Nordufer nach Unrat abgesucht. Denn bei der am 27. Juli beginnenden Seeparty wird es in diesem Jahr einen Kampf von Bootsbesatzungen mit langen Stangen geben. „Damit die sich nicht verletzen, wenn sie aus dem Boot gefallen sind, machen wir sauber“, erklärt der Vorsitzende des Tauch-Clubs, Rainer Sennholz.

Vor dem Maschseefest haben sich der Tauchklub Hannover und die Johanniter zusammengetan und mit Tauchern den Müll am Nordufer des Sees entsorgt.

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Nach seinen Angaben ist der Maschsee zuletzt vor rund zehn Jahren durch Taucher von Unrat befreit worden. Das macht sich bei der Aktion am Wochenende bemerkbar. Denn die Vereinsmitglieder holen vor allem Unmengen von Flaschen und Gläsern vom schlammigen Seeboden nach oben – offenbar auch Überbleibsel vergangener Maschseefeste. „Die Leute sind bescheuert, die schmeißen hier alles rein“, sagt Taucher Jaworski. Besonders bestaunen die Taucher die Getränkekarte eines Maschseefestes zu D-Mark-Zeiten: Ein Weizenbier kostete sechs Mark.

Schubkarre nach Schubkarre gefüllt mit Flaschen bringen die Mitglieder des Tauch-Clubs zum Altglascontainer des Courtyard-Hotels; nach eineinhalb Stunden passt dort nichts mehr rein.

Außerdem finden die Frauen und Männer, begleitet von einem Boot der Johanniter, unter anderem Regenschirme, schwere Metallstangen, ein Pizzablech und sogar einen Gullydeckel. Ein ebenfalls vom Seegrund geborgenes Portemonnaie samt Personalausweis, Kreditkarten und Blutspendeausweis übergeben die Taucher später der Polizei.

Nach dem zweistündigen Einsatz ist vor allem eines wichtig: Die Taucher lassen sich samt Taucheranzug mit einem Gartenschlauch kräftig abspülen. Denn das schlammige Wasser auf dem Grund des See „stinkt es mächtig“, wie einer von ihnen sagt.

Das steht den Akteuren beim Wasserkampf möglicherweise auch bevor. Aber sie können jetzt jedenfalls gefahrloser ins Wasser fallen.

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