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Aus der Stadt 174 Randalierer in Gewahrsam genommen
Hannover Aus der Stadt 174 Randalierer in Gewahrsam genommen
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13:00 04.10.2014
Quelle: HAZ
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Hannover

Der angemeldete Protestzug gegen die Feier der deutschen Einheit begann nach einer zentralen Kundgebung am Opernplatz gegen 14 Uhr. Der Zug sah einen Marsch durch die hannoversche City vor. Nach Angaben der Polizei waren an der Demo 2700 Menschen beteiligt. Die Veranstalter der Demo sprachen sogar von 5000.

In der Brühlstraße wurden Bengalos und Rauchbomben gezündet. Als der Zug an der Agentur für Arbeit vorbeizog, wurde das Gebäude mit mehreren Farbbeuteln beworfen. In ihren Sprechchören wandten sich die Demonstranten hauptsächlich gegen Nationalismus, Kapitalismus und Imperialismus. Einige der Demonstrationsteilnehmer vermummten sich zwischenzeitlich mit schwarzen Kleidungsstücken. Die Polizei forderte sie in Durchsagen bereits dazu auf, die Vermummung zu beenden. Andere hatten Regenschirme aufgespannt, um von den Kameras der Polizei und der Presse nicht erfasst zu werden.

Das Arbeitsamt wurde mit Farbbeuteln beworfen.

Am späten Nachmittag zog die Polizei zahlreiche Einsatzkräfte vor dem türkischen Konsulat in der Nordstadt zusammen. Offenbar wollte man verhindern, dass es dort zu Übergriffen kommt. Am Donnerstag hatte es neben der Demo auf dem Opernplatz auch eine unangekündigte Demo vor dem türkischen Konsulat gegeben.

Am späten Nachmittag zieht die Polizei zahlreiche Einsatzkräfte vor dem türkischen Konsulat in der Nordstadt zusammen. Quelle: Dillenberg

Die Route der Demo führte vom Opernplatz durch die City, vorbei an Bahnhofsplatz, Steintor und Landtag und am Ende wieder zurück zum Opernplatz. Auf der Strecke waren mehrere Zwischenkundgebungen geplant.

Kurz vor 17 Uhr hat der Versammlungsleiter die Demonstration in Innenstadt für beendet erklärt. Zuvor hatten Einzelne versucht, Richtung Landtag zu gelangen, was die Polizei verhinderte. Die Demonstranten blieben zunächst an der Ecke von Leinstraße und Karmarschstraße stehen, zerstreuten sich dann aber in alle Richtungen. In der Innenstadt ist seitdem Ruhe eingekehrt.

Gegen Abend wurden einzelne Zwischenfälle beim Bürgerfest zum Tag der Einheit gemeldet: Am Sprengel-Museum ist eine Rauchbombe geflogen, auf der Blautlichtmeile warfen sie einen Ständer der Bundeswehr mit Informationsbroschüren um.

Beim Bürgerfest warfen die Gegendemonstranten am Abend Rauchbomben.

Nach 19 Uhr griff die Polizei durch und  am Maschsee in Höhe des Pier 51 vorläufig 174 Randalierer in Gewahrsam. Erst ab Mitternacht wurde es dann ruhig.

tm/mic/sbü

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