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Tausende Enten und Haie trotzen der Flaute

Entenrennen auf Maschsee Tausende Enten und Haie trotzen der Flaute

Viele hundert Zuschauer säumten am Samstagnachmittag das Ufer des Maschsee-Nordufers, um das 6. Entenrennen des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Registers (NKR) zu beobachten. Der Gesamterlös der Wohltätigkeitsaktion von 45.000 Euro hilft bei der Typisierung von Knochenmarkspendern.

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Hunderte Zuschauer verfolgten tausende Enten beim Rennen auf dem Maschsee.

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Den vielen hundert Zuschauern, die am Samstagnachmittag das Ufer des Maschsee-Nordufers säumten, gefiel das Wetter: Mal Sonne, mal Wolken, kein Wind. Kein Wind? Dem 6. Entenrennen des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Registers (NKR) hätte eine frische Brise aus Westnordwest durchaus gut getan; so mussten denn die Johanniter mit Ventilatoren und Paddelschlägen für Vortrieb sorgen. Immerhin durften die Besucher des Maschseefests an diesem Tag drei Rennen beobachten; die Radio-21-Moderatoren Stephan Hox und Per Eggers parlierten nach Leibeskräften, um die Zaungäste in Wettkampfstimmung zu versetzen.

Zunächst gab Oberbürgermeister Stephan Schostok den Startschuss zum Wettschwimmen der von Firmen, Vereinen und Institutionen kreierten 100 „Big Ducks“. Die schrägen Vögel waren fantasievoll verkleidet, zum Topmodel im Schönheitswettbewerb wurde später die Commerzbank-Ente im Fußballer-WM-Trikot gekürt. Beim Rennen am Nordufer schoss das Modell des Unternehmens Deutsche R+S-Dienstleistungen den Vogel ab, das Auszubildende gestaltet hatten. Es ging vor der Riesenente der Ostfalia Hochschule aus Salzgitter und der Schöpfung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ins Ziel.

Auf die Plätze, fertig, los! Die Bilder vom Entenrennen auf dem Maschsee.

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Erstmals wurde beim Maschseefest ein Haifischrennen ausgetragen. Hier kämpften die Platzhalter des Oberbürgermeisters, seiner drei Stellvertreter und der 13 hannoverschen Bezirksbürgermeister um den Sieg. Polizeipräsident Volker Kluwe schickte die fies grinsenden Fische auf die Reise, nach langanhaltender Schaukelei belegte schließlich der Hai von Michael Sandow aus Mitte (Bürgermeister des Stadtbezirks 1) den ersten Platz. Erstaunlicherweise dümpelte dann auch der Raubfisch des Stadtbezirks 2 auf Rang 2: Ihn krönte Irma Walkling-Stehmann aus Vahrenwald-List mit ihrem Konterfei. Den dritten Platz, so sahen es die Juroren, belegten die übrigen Stadtbezirke gemeinsam – in seltener Eintracht.

Beim Jedermann-Rennen schließlich entlud die Feuerwehr per Kran 5000 gelbe Gesellen mit einem Gesamtgewicht von 1,7 Tonnen in den See: Flugenten für einen Flügelschlag. Dank der Hilfe der Johanniter und eines ferngesteuerten Krokodils namens Schnappi trotzte auch die Flotte bebrillter Enten der Flaute und fand den Weg ins Ziel. Für fünf Euro hatten Interessenten einen Vogel adoptieren können. Der Hauptpreis, eine von der TUI spendierte Flugreise für zwei Personen, gewann die Ente mit der Nummer 3180. Der zweite Preis in Höhe von 1000 Euro (gestiftet von Toto-Lotto) ging an die Nummer 2660, und 500 Euro (gespendet von der Volksbank) ergatterte die Ente mit der Nummer 2714. Die Halter der nächstplatzierten 72 Plastiktierchen gewannen Sachpreise.

Den größten Nutzen aus der Spaßveranstaltung aber zieht das NKR, das insgesamt rund 45000 Euro Spendenerlös erzielte. Davon profitieren an Blutkrebs erkrankte Patienten, die zum Überleben auf das Knochenmark anderer Menschen angewiesen sind. Je mehr Freiwillige sich typisieren lassen – mit einem Abstrich von der Mundschleimhaut eine ganz einfache Sache - , desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Knochenmarkspender für einen Leukämiekranken zu finden. Die Erlöse aus Wohltätigkeitsaktionen wie am Maschsee helfen, die entsprechenden Laboruntersuchungen zu finanzieren. Marlena Robin-Winn, Geschäftsführerin des NKR, bedankte sich bei der Siegerehrung am Nordufer bei allen Sponsoren und Helfern: „Jetzt können wir wieder viele neue potenzielle Knochenmarkspender in unsere Kartei aufnehmen.“

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